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Lebensmittelhandel: ECommerce-Anteil steigt bis 2020 auf 10 Prozent

04.02.14 Im vergangenen Jahr gaben die Deutschen 175 Milliarden Euro für Lebensmittel aus - gerade einmal 0,5 Milliarden Euro davon entfielen auf den Vertriebsweg Internet. Das soll sich laut einer Prognose der Beratungsgesellschaft Ernst & Young zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser Dienstleister-Dossier einsehen bald ändern: Bis 2020 soll der jährliche Online-Umsatz auf 20 Milliarden Euro steigen. Der Marktanteil steigt damit von aktuell 0,3 Prozent auf dann 10 Prozent.

Bereitschaft der Verbraucher steigt

Hauptgründe für den bevorstehenden Boom sind laut der Studie mit dem Titel "Cross Channel - Revolution im Lebensmittelhandel": bessere Angebote, sinkende Preise und die demografische Entwicklung - gerade für ältere Menschen sind Online-Bestellung und Lieferservice attraktiv. Bislang noch bestehende logistische Probleme werden bis dahin gelöst sein. Zudem steigt die Bereitschaft der Konsumenten, Lebensmittel per Mausklick zu ordern: Immerhin 36 Prozent der Verbraucher wollen in spätestens fünf Jahren Lebensmittel über das Internet bestellen. Bei den Familien liegt der Anteil sogar bei 64 Prozent.

Zudem erklärt die Studie, warum der Onlinehandel im Bereich Lebensmittel noch keine Rolle spielt: Das liegt aus Sicht der Verbraucher zum einen am fehlenden Angebot - 81 Prozent der Befragten kaufen aus diesem Grund Lebensmittel nicht im Netz -, zum anderen an hohen Kosten (77 Prozent) und der komplizierten Lieferung (73 Prozent). Auch spielt die fehlende Möglichkeit, die Ware zu sehen, riechen und fühlen, eine große Rolle (83 Prozent).

Pureplayer verlieren gegen eingesessene Lebensmittelhändler

Im Jahr 2020 wird der Handel rund 20 Prozent seines Umsatzes mit den Cross-Channel-Kunden machen, also mit Kunden, die sich beispielsweise im Internet informieren und dann in der Filiale einkaufen gehen. Derzeit tun dies 6 Prozent der Konsumenten. Damit wächst der Marktanteil für Cross-Channel plus Online wächst bis 2020 auf 30 Prozent an - und es stehen insgesamt 60 Milliarden Euro an Einzelhandels-Umsatz zur Neuverteilung an.

Aus dem Grund prognostiziert Ernst & Young, dass der stationäre Handel mit Crosschannel-Strategien wesentlich stärker vom Online-Wachstum profitieren würde als neue Pureplayer am Markt. Schließlich verfügt er über starke Retail-Marken, das Vertrauen der Kunden, langjährige Erfahrung im anspruchsvollen Segment Lebensmitteleinzelhandel und ein dichtes Filialnetz. Die Ausgangsposition der etablierten Händler sei somit deutlich besser als die der reinen Online-Händler.

Kernzielgruppe: Familien und ältere Menschen

Vor allem Familien dürften zukünftig verstärkt Lebensmittel über das Internet beziehen: In dieser Gruppe geben 64 Prozent an, in fünf Jahren häufiger Lebensmittel im Internet einkaufen zu wollen. Sie sind eine attraktive Zielgruppe, weil sie 30 Prozent mehr für Lebensmittel ausgeben als der Durchschnittsverbraucher. Aber auch bei der wachsenden Gruppe der Älteren wird die Nachfrage nach Lebensmittel per Lieferservice steigen, sagt Ernst & Young.

(Autor: Verena Gründel-Sauer )

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