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Jung von Matt: "Onlinewachstum gleicht Print-Preisverfall nicht aus"

13.11.2008 Werber Holger Jung fordert mehr bezahlte Inhalte im Web. Dadurch würde der Wert des Anzeigenraumes gesteigert und Onlinewerbung könnte endlich die Verluste aus dem Printgeschäft ersetzen. In der Zwischenzeit will Jung von Matt vor allem bei den Freelancern sparen.

 (Bild: consumerist.com)
Bild: consumerist.com
Damit Onlinewerbung genügend hohe Margen abwirft, um die Umsatzrückgänge im Printgeschäft kompensieren zu können, fordert Holger Jung , Mitbegründer der Werbeagentur Jung von Matt   "ein Umdenken" bei den Geschäftsmodellen im Web. Wie Jung in einem Interview mit Spiegel Online   erklärte, müsse verstärkt über die Bezahlmodelle im Web diskutiert werden: "Im Internet wird mit Werbung zu wenig Geld verdient. Weil die Leser nicht für die Nutzung von Online-Angeboten zahlen, fallen die Anzeigenpreise entsprechend gering aus. Die Margen im Web sind extrem niedrig", so Jung.

Deswegen werde Online zwar wachsen, aber die Einnahmen aus Print könne das Medium auf absehbare Zeit nicht ersetzen. Mehr Bezahlangebote im Netz schweben ihm vor. Denn in anderen Online-Branchen funktioniere die Kostenpflicht schließlich auch. Die Kunden zahlten etwa für Handy-Klingeltöne. "Warum soll man das nicht auf Medienangebote übertragen?", fragt Jung.

Als Reaktion auf den für 2009 erwarteten schwächeren Werbemarkt würden unter Umständen freie Stellen im eigenen Haus unbesetzt bleiben. Auch selbstständige Dienstleister werden die Sparmaßnahmen zu spüren bekommen. Den Anteil an Freelancern wolle Jung von Matt reduzieren. "Wir werden Aufgaben künftig eher mit dem Bestandspersonal lösen, anstatt kurzfristig Know-how einzukaufen", skizziert Jung die Personalpolitik. Ein Stellenabbau bei der Agentur sei aber nicht geplant.
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