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Start-up-Barometer: Deutschland und Berlin verlieren erste Plätze im Europavergleich

18.08.2016 Wie das aktuelle Start-up-Barometer Deutschland   von Ernst & Young zeigt, sank die Summe an Risikokapitalinvestitionen im ersten Halbjahr 2016 deutlich im Vergleich zu Vorjahreszeitraum. Damit verlieren sowohl Deutschland als auch Berlin ihre ersten Ränge im europäischen Länder- und Städtevergleich.

 (Bild: TheAndrasBarta / Pixabay)
Bild: TheAndrasBarta / Pixabay
Die wichtigsten Ergebnisse des Start-up-Barometers:
  • Deutschlandweit stieg die Zahl der Risikokapitalinvestitionen im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahreszeitraum zwar deutlich um 60 Prozent auf 249 Prozent. Der Gesamtwert dieser Investitionen ging allerdings fast ebenso deutlich um 52 Prozent zurück.
  • Während Deutschland im ersten Halbjahr 2015 aufgrund einiger sehr großer Finanzierungsrunden beim Finanzierungsvolumen noch den ersten Platze belegte, reicht es im ersten Halbjahr dieses Jahres nur noch für Platz 3 hinter Großbritannien und Schweden (aufgrund einer sehr großen Spotify-Transaktion). Im europaweiten Städteranking können Paris und London die meisten Finanzierungsrunden verzeichnen, vor Berlin und München.
  • Berlin fällt beim Investitionsvolumen vom ersten auf den vierten Rang zurück. Während die Top 3, London, Stockholm und Paris, jeweils höhere Investitionsvolumina verzeichnen als im Vorjahreszeitraum, ging die Investitionssumme in Berlin aufgrund der fehlenden Großdeals des Vorjahreszeitraums um 64 Prozent zurück.
  • Im Vergleich der Bundesländer konnten Berliner Start-ups auch im ersten Halbjahr 2016 mit Abstand am meisten Risikokapital einwerben.
  • Das meiste Geld floss im ersten Halbjahr in FinTech-Unternehmen. Deutlich weniger als im Vorjahreszeitraum wurde im ersten Halbjahr in ECommerce-Geschäftsmodelle investiert.
  • Wie im ersten Halbjahr 2015 verzeichnete der E-Commerce die meisten Investitionsrunden, trotz des massiven Rückgangs beim Investitionsvolumen. Im Segment E-Commerce wiederum entfallen fast 50 Prozent auf die drei großen "F": Food, Fashion und Furniture. Immerhin 15 Prozent entfallen auf verschiedene internetbasierte Dienstleistungen.
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