Jetzt zum Webinar anmelden
November 2026 · Unser Geburtstagsgeschenk
35 Jahre iBusiness.
Im November alles frei lesen.
Zum Jubiläum öffnen wir alle iBusiness-Inhalte: vom 1. bis 30. November, für alle, ohne Anmeldung und ohne Bezahlschranke.
Alle Inhalte im November kostenlosRegistrieren Sie sich kostenlos und abonnieren Sie anschließend den iBusiness-Newsletter. So bleiben Sie bei den Themen auf dem Laufenden, die für Sie zählen.
Online-Videos: Fernsehsender müssen jetzt Business-Modelle entwickeln
07.05.2007 Im Vergleich zum traditionellen Fernsehkonsum haben Online-Videos in Deutschland erst eine geringe Marktbedeutung, wie eine aktuelle Marktanalyse zeigt. Dennoch brauchen TV-Anbieter bereits jetzt Business-Modelle für die Vermarktung ihrer Inhalte im Internet, um später nicht einmal den Großteil ihrer werberelevanten Zuschauer an die Video-Hoster zu verlieren.
Addiert man noch die Zahlen kleinerer Video-Hoster, so kommt Gugel damit am Tag auf rund 18 Millionen Abrufe von Videoclips in Deutschland. Seiner Erfahrung nach ist ein Online-Video durchschnittlich zwei Minuten lang, womit er auf eine Zahl von 36 Millionen Online-Videominuten kommt. Bei rund 36 Millionen Internetnutzer laut der Arbeitsgemeinschaft Online-Forschung sieht jeder Onliner damit im Schnitt eine Minute Internetvideo am Tag.
Zum Vergleich: Laut aktuellen Zahlen der Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF) sieht jeder Deutsche am Tag durchschnittlich 212 Minuten pro Tag Fernsehen. Und laut aktuellen Zahlen von SevenOneMedia surft jeder deutsche Internetnutzer täglich 72 Minuten im Internet.
Laut Gugel zeigt die Analyse auf, dass sich das Fernsehen in den nächsten fünf Jahren durch Internetvideos nicht grundlegend verändern wird. "Momentan sind Online-Videos noch keine Bedrohung für TV-Anstalten", erklärt er gegenüber iBusiness. Langfristig allerdings müssen die TV-Anbieter seiner Einschätzung nach dem Online-Video-Boom Rechnung tragen. Gugel: "Fernsehsender müssen bereits in den kommenden neun Monaten damit beginnen, Strategien für die Vermarktung ihrer TV-Inhalte durch Online-Videos zu entwickeln."
Gerade bei Sendern mit einer jungen Zielgruppe wird sich Gugel zufolge schon bald bemerkbar machen, dass Zuschauer vom TV ins Web abwandern. Als Beispiel nennt er MTV . So können Internetnutzer bei YouTube bereits fast alle jemals veröffentlichten offiziellen Musikvideos nach Belieben abrufen. Er geht daher davon aus, dass mit der Zeit immer weniger Jugendliche Musikvideos noch über das klassische MTV-Programm konsumieren möchten.
Die ideale Vermarktungsstrategie ist laut Gugel dezentral. So sollten TV-Anbieter ihre Inhalte auf möglichst vielen etablierten Videoportalen anbieten und nicht zentral über eine eigene Plattform. "Das aus dem TV-Geschäft bekannte Exklusivitätsdenken der Programmanbieter funktioniert im Internet nicht", warnt er. Denn nach seiner Einschätzung wollen Internetnutzer auch in Zukunft in erster Line auf den großen Portalen der etablierten Video-Hoster nach für sie interessanten Inhalten suchen. Plattformen von einzelnen Sendern haben es laut Gugel daher schwer. Nicht zuletzt auch, weil sich hier dann Gugel zufolge nur immer Inhalte eines Programmanbieters finden lassen.
Worin sich die Inhalte der marktführenden Video-Hoster unterscheiden, lesen iBusiness-Premium-Mitglieder in Ausgabe 06/07 2007 des Multimedia-Trendletters iBusiness Executive Summary.
