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Branchen-Kritik: AGOF weist Vorwurf des Versagens zurück

31.05.2007 Gegenüber iBusiness bezieht die 'Arbeitsgemeinschaft Online-Forschung' nun Stellung und wehrt sich gegen den Vorwurf, dass ihre Reichweitenmessung "mit den aktuellen Entwicklungen nicht Schritt halten kann".

 (Bild: SXC.hu/AD arc.)
Bild: SXC.hu/AD arc.
Mark Pohlmann , Web-2.0-Experte vom Hamburger Internet-Dienstleister SinnerSchrader   , lässt kein gutes Haar an der Arbeitsgemeinschaft Online-Forschung  : "Wir brauchen dringend eine funktionierende Reichweitenmessung", klagt er. "Und keine Werbebroschüre, die nicht mit den aktuellen Entwicklungen Schritt halten kann", kritisiert er die Methodik der AGOF.

Pohlmann wirft der AGOF vor, dass nur die Reichweiten von Seiten gemessen werden, die auch von Vermarktern betreut werden. Er fordert aber "eine Totalerhebung" aller von deutschen Haushalten genutzten Internetseiten: "Google, Web 2.0, Social Networks: Netzwerke, auf denen keine Werbung der großen Vermarkternetzwerke geschaltet werden kann, existieren bei der Reichweitenmessung der AGOF nicht."
Von diesen Vorwürfen will die AGOF aber nichts wissen: "Wir können die in weiten Teilen und vor allem in wesentlichen Punkten inhaltlich von völliger Unkenntnis der Sachlage gekennzeichneten Ausführungen nicht nachvollziehen", ärgert sich AGOF-Sprecherin Nadja Elias . Sie betont, dass die AGOF mit ihrer Markt-Media-Studie 'Internet Facts' niemals den Anspruch erhoben habe, alle Online-Angebote in Deutschland zu erfassen.

Die Aufgabenstellung der AGOF ist laut Elias, "die Reichweiten und Strukturdaten der relevanten Online-Werbeträger im deutschen Markt zu erfassen." Nichtwerbetragende Angebote bleiben ihr zufolge daher außen vor, da die 'Internet Facts' "dem Markt einen Planungs- und Währungsstandard für die Online-Planung zur Verfügung stellen" sollen

Auslöser für den Streit zwischen Pohlmann und der AGOF war das US-amerikanische Marktforschungsinstitut Comscore   , das kürzlich erstmals Zahlen zur Reichweite der deutschen Web-Angebote veröffentlicht hat. Comscore hat dafür gemessen, welche Seiten ausgewählte Internetnutzer besucht haben. Das AGOF-Ranking wiederum basiert auf technischer Messung, repräsentativer Telefonbefragung und Onsite-Befragung. Durch die unterschiedlichen Messmethoden kommen Comscore und AGOF zu verschiedenen Zahlen.
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