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Technology-Watch: "1+1=3"-Technologie
03.04.2017 Beim "1+1=3"-Prinzip entsteht aus der Kombination zweier Dinge etwas Neues - dieses Prinzip wird künftig vor allem Mobilgeräte zu multifunktionalen Tools machen.
Ein simples Beispiel für ein Tool, das sich als "1+1=3"-Technologie klassifizieren ließe ist das Smartphone als Spiegel oder Lupe: Hier kombiniert man Front-Kamera und Display beziehungsweise Kamera und Zoomfunktion zu einem dritten Tool. Entsprechende Apps sind als Dutzendware in Appstores erhältlich. Wie weit aber die Entwicklung des "1+1=3"-Prinzips zu gehen vermag, dafür setzt ein Beispiel aus dem Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung (IFF) neue Maßstäbe.
Die Wissenschaftler dort haben es geschafft, aus einem handelsüblichen Smartphone ein Spektralanalysegerät zu machen - lediglich per App: Das Handy kann dann etwa Bio-Obst nach Rückständen von Pestiziden scannen. Das wird möglich, indem man das erleuchtete Display über das Obst führt. Das reflektierte Licht wird von der sonst Selfies vorbehaltenen Frontkamera aufgefangen: An der Veränderung des Lichtes lässt sich die chemische Zusammensetzung des Obstes ablesen.Multisensorische Hardware ist in diesem Beispiel eine Art Werkzeugkasten - was man daraus zusammensetzen kann, ist theoretisch unbegrenzt: Die Kombination mehrerer Werkzeuge/Sensoren im Rahmen einer App erschafft bisher ungeahnte Verwendungszwecke: Die eigentliche Funktion liegt nicht mehr in der Hardware, sondern in der Software - der App - und darin, was sie aus der Kombinaton der Sensoren herausholt. Smartphones sind dann Schweizer Taschenmesser mit Sensoren statt Klingen und Werkzeugen.
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