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SEO: Fachkräfte händeringend gesucht

06.07.2009 Viele Unternehmen aus dem Online-Marketing wollen trotz Wirtschaftskrise weiter wachsen. Doch ihnen fehlen geeignete Mitarbeiter, zum Beispiel im Bereich Suchmaschinenoptimierung.

 (Bild: Microsoft)
Bild: Microsoft
Vor allem in den technischen Bereichen des Online-Marketings herrscht Fachkräftemangel. "Insgesamt fehlen der Branche rund 20.000 Fachkräfte. Einige Firmen, zum Beispiel aus dem Bereich Suchmaschinenmarketing, werden dadurch in ihrem Wachstum gehemmt", verdeutlicht Harald R. Fortmann , Vizepräsident des Bundesverbands der Digitalen Wirtschaft (BVDW)  . "Wir würden vom Fleck weg drei neue Mitarbeiter für den Bereich Suchmaschinenoptimierung einstellen, wenn wir genügend geeignete Bewerber hätten", berichtet etwa Christian Mauer , Geschäftsführer der auf Suchmaschinenoptimierung spezialisierten SUMO GmbH  .

Idealerweise haben Suchmaschinenoptimierer Mediengestalter gelernt oder als Webdesigner Erfahrungen in der Programmierung von Webseiten gesammelt. Reine Computerfreaks haben es dagegen schwer. Denn sei zwar analytisches Denken wichtig. "Doch was wohl nur Wenige vermuten: dass die Arbeit auch eine Menge an Teamfähigkeit und sozialer Kompetenz erfordert", weiß Alwin Pipper , Teamleiter SEO bei SUMO. Der Grund sei die inzwischen ganzheitliche Betrachtungsweise der Suchmaschinenoptimierung als wichtiger Baustein für den Erfolg von Online-Auftritten.

Und die Bezahlung? Das Ungleichgewicht am Arbeitsmarkt kommt natürlich den Bewerbern zugute. Sie verdienen - je nach Erfahrung und Fähigkeiten - deutlich mehr als vergleichbare Webdesigner. Auf die Frage, warum es dann so wenige Bewerber gibt, ist Mauer ein wenig ratlos: "Vermutlich liegt es daran, dass die Branche noch relativ jung ist und viele Berufsanfänger diese Berufsbilder noch gar nicht kennen." Gemeinsame Anstrengungen von Bildungseinrichtungen, Verband und Unternehmen fordert Fortmann: Online-Marketing stehe bislang bei zu wenigen Hochschulen und Bildungseinrichtungen auf dem Studienplan. Unternehmen seien daher gut beraten, interdisziplinäre Trainee-Programme anzubieten.
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