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Studie: Streaming-Videos bedrohen allmählich deutsche TV-Formate

23.03.2007 Multimediale Anwendung im Internet lassen sich dank immer schnellerer Verbindungen immer besser nutzen. Vor allem durch Streaming-Video-Angebote von TV-Sendern und Video-Communities ist in kurzer Zeit höchst attraktives Angebot an Filmen und Videos entstanden. Wie Marktforscher jetzt herausgefunden haben, machen die Internet-Videos gegenüber dem Fernsehen bereits an Boden gut.

 (Bild: Microsoft)
Bild: Microsoft
Laut der aktuellen Studie 'Streaming-Video' von Fittkau & Maaß Consulting   surfen bereits 85 Prozent der deutschen Internet-Nutzer mit DSL-Geschwindigkeit ins Web. Davon sind 50 Prozent Abonnenten von Flatrates. Videos streamen wird deshalb immer beliebter. Die Einbindung von Video-Inhalten in Web-2.0-Communities eine "kleine Revolution" eingeleitet: "Bekanntheit und Nutzung der
Video-Communities befinden sich bereits in diesem frühen Marktstadium auf beachtlichem Niveau"
, so die zentrale Studienaussage.

Den Studienautoren zufolge könnte bei wichtigen Programmformaten das Internet zukünftig dem Fernsehen Konkurrenz machen: Bereits heute gibt jeder vierte Internet-Nutzer an, zumindest gelegentlich Nachrichten per Video-Stream anzusehen. Fünf Prozent tun dies sogar häufig. Gestreamte TV-Serien werden von insgesamt sieben Prozent der Nutzer zumindest gelegentlich geschaut. Zu den häufigen Nutzern von Soaps über das Internet zählt lediglich ein Prozent der deutschsprachigen Internet-Nutzer. Für beide Content-Typen wird das zukünftige Potential als sehr hoch einzustufen: Je 17 Prozent der Internet-Nutzer geben an, sich für diese Streaming-Formate zu interessieren, auch wenn sie diese bis dato noch nicht genutzt haben.

Das internationale Angebot YouTube   ist laut der Studie im deutschsprachigen Raum ist sowohl hinsichtlich Bekanntheits- als auch Nutzungsgrad führend. Unter den Video-Communities deutscher Herkunft spielen MyVideo   und Clipfish   eine wichtige Rolle.

Neben dem nutzergenerierten Inhalten der Video-Communities wird das professionelle Angebot der Medienhäuser immer größer. So sind bei deutschen Fernsehsendern inzwischen hohe Anteile des Programms als Streams im Internet verfügbar. Die meisten Anbieter stellen die Sendungen nicht nur in hochwertiger Qualität für Breitbandnutzer bereit, sondern auch für Anwender mit langsameren Modem- und ISDN-Verbindungen. Nach Aussagen der befragten Experten wird diese Strategie gewählt, um möglichst hohe Reichweiten zu erlangen. Streaming Video aus dem Internet ist in Zukunft nicht mehr wegzudenken.

Die aktuellen Streaming-Nutzer sind vorwiegend Männer (65 Prozent), ein Großteil (40 Prozent) ist jünger als 30 Jahre. Die Nutzung von Video-Communities zieht sich durch alle Bildungsschichten. Es sind vor allem computeraffine, aktive Nutzer des Internet, die heute zur Nutzerschaft dieser Angebote zählen. Die Mehrheit der Besucher von Video- Communities schaut sich ausschließlich Filme anderer Nutzer an - lediglich 5 Prozent veröffentlichen selbst regelmäßig (das heißt mindestens einmal monatlich) eigene Videos im Internet.

Nach Meinung von Justin Fielder , Business Development Director des englischen Pay-TV-Anbieters British Sky Broadcasting  , können Online-Videos das klassisches Broadcasting nicht kannibalisieren.
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