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Deutsche Videohoster überlegen neue Erlösmodelle

26.04.2007 Die meisten Onlinevideo-Portale haben sehr hohe Reichweiten, wissen daraus aber noch nicht so recht Kapital zu schlagen. Youtube will daher künftig Videowerbung in seinen Clips unterbringen und so die Nutzer an den Einnahmen beteiligen. Auch hierzulande denken die führenden Video-Hoster über neue Erlösmodelle nach.

 (Bild: Microsoft)
Bild: Microsoft
Medienberichten zufolge will das Online-Videoportal Youtube   durch Werbung in den Clips neue Einnahmequellen erschließen. So ist geplant, dass in Zukunft vor oder nach einem Clip Werbung gezeigt wird. Von den Werbeeinnahmen soll aber nicht nur Youtube selbst profitieren. Gedacht ist, dass Internetnutzer beim Upload ihrer Clips entscheiden können, ob Werbung vor oder nach dem Video gezeigt wird. Einen Teil der Werbeeinnahmen will das Portal dann an seine Content-Lieferanten weitergeben.

Auch die deutschen Videohoster sind derzeit auf der Suche nach neue Erlösmodellen, wie eine iBusiness-Befragung ergibt. So plant etwa das Kölner Video-Portal Sevenload   ebenfalls ein neues Werbemodell, das sich stark an dem Vorhaben von Youtube orientiert. Zu den zukünftigen Erlösmodellen wird laut Sevenload-Geschäftsführer Axel Schmiegelow daher ebenfalls "die Einbindung von exklusiv vermarkteten Video-Ads durch Nutzer zählen". Über ein Tracking-System will der Videohoster die Abrufe der Videowerbung messen und die "Produzenten und Stars der Internet-Videos exakt vergüten". Laut Schmiegelow bestehen bereits erste Verträge mit Sevenload-Nutzern.

Auch bei Clipfisch   ist mittel- bis langfristig geplant, die User über neue Werbemodelle am Erfolg des Videoportals zu beteiligen. "Wie genau ein solches Beteiligungsmodell konkret aussehen wird, ist allerdings noch nicht entschieden", erklärt Clipfish-Geschäftsführer Sushel Bijganath . Denn die Vermarktung von Clipfish ist offiziell erst im Februar 2007 gestartet. "Und bevor man ans 'Verteilen' geht, muss erst einmal eine gesunde wirtschaftliche Basis geschaffen werden."
Videotube   hat übrigens bereits im November vergangenen Jahres den Vorläufer der kommenden Youtube-Werbeform gestartet. Werbetreibende können seitdem hinter den von Nutzern eingestellten Video-Clips ihre Online-Videoanzeigen platzieren. Die Content-Lieferanten werden aber bisher nicht an den Werbeumsätzen beteiligt.

Allerdings erklärte Rudi Singer schon in iBusiness Executive Summary 04/2007, dass der Erfolg dieser Werbeform noch auf sich warten lässt: "Die Werbeform ist schleppend angelaufen, da sie neu und recht unbekannt ist". Videotube will die Werbeform künftig auch für seine Nutzern öffnen. Laut Singer ist geplant, dass "sowohl die Content-Lieferanten als auch die Nutzer an den Werbeeinahmen partizipieren" werden. Die Endausbaustufe wird eine Verknüpfung von Video-Ads und Nutzerbeteiligung".
Thema: Deutsche Videohoster überlegen neue Erlösmodelle

Kommentar von Susan Rönisch

Neue Konzepte sind notwendig

Deutsche Videohoster suchen derzeit kräftig nach neue Erlösmodellen für ihre Online-Portale. Sie tun gut daran, denn über klassische Onlinewerbung lassen sich diese Portale kaum finanzieren.

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