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Social-Media-Marketing: Zehn Erkenntnisse zum Scheitern der Automobil-Zulieferer

25.09.2014 Zulieferer der Automobilbranche verfolgen in den sozialen Medien nur selten eine klare Strategie und schöpfen deshalb die Potentiale der sozialen Medien nicht aus. Das ist das Ergebnis einer Studie der PR-Agentur Vibrio  , die die Aktivitäten der zehn umsatzstärksten Zulieferer analysiert hat. Dabei offenbart sich ein großes Potenzial für Agenturen und Consultants.

Noch nicht in der Gegenwart angekommen: Das soziale Marketing der Automobilzulieferer (Bild: Macieklew / wiki commons)
Bild: Macieklew / wiki commons
Noch nicht in der Gegenwart angekommen: Das soziale Marketing der Automobilzulieferer
Die Analyse förderte zehn Erkenntnisse zutage:
  1. Die Webauftritte sind zumeist wunderschön gemacht. Aber die Sichtbarkeit der Seiten ist für den deutschen Markt und speziell für jene, die nach Themen und Technologien der Hersteller suchen, gering.
  2. Die Sichtbarkeit der Websites der Unternehmen, ist durchgehend unbefriedigend.
  3. Die schwache Sichtbarkeit liegt zum Teil an mangelhaften Strategien zur Suchmaschinenoptimierung, zum Teil auch an einem schüchternen Auftritt in den sozialen Medien.
  4. Vorbildliches SEO betreiben vor allem Unternehmen, die bislang nicht zu den Top Fünf gehörten.
  5. Die wenigen Social Signals zeigen, dass es den Unternehmen an Vernetzung mangelt. Selbst Unternehmen, die stolz auf einen Kanal bei Youtube   oder eine Seite bei Facebook   verweisen, bieten nur selten Share-Buttons auf ihren eigenen Webseiten an.
  6. Facebook nutzen fast alle führenden Automobilzulieferer. Allerdings verzichten die Meisten auf deutschsprachige Auftritte. Facebook ist offenbar für viele Unternehmen noch immer ein amerikanisches Phänomen.
  7. Auch Twitter   wird mit wenigen Ausnahmen ausschließlich englischsprachig genutzt.
  8. Google   spielt in Deutschland in der Branche keine Rolle.
  9. Bei Youtube konnten Firmen trotz fleißiger Nutzung keine Community aufbauen. Auch fehlt häufig die Einbettung der zum großen Teil professionell aufbereiteten Videos in die eigenen Webseiten, ein Newsfeed oder besser noch ein Blog, in dem man dieses Material wunderbar bespielen könnte.
  10. LinkedIn    ist in Deutschland als relevantes professionelles Netzwerk noch immer nicht angekommen.

Das bedeutet: Die führenden Unternehmen unter den Automobilzulieferern
  • nutzen Social Media in den USA intensiver als in Deutschland
  • verfolgen nur selten eine klare Social-Media-Strategie
  • und schöpfen deshalb die Potentiale der sozialen Medien für den wichtiger werdenden Markenaufbau und die schwieriger werdende Mitarbeiterrekrutierung nicht voll aus.

Die Vernetzung der Social-Media-Kanäle funktioniert nur selten. Auch ihre Integration in die eigene Website, die immer die zentrale Plattform der Unternehmenskommunikation sein muss, ist ausbaufähig. Eine Storytelling-Strategie, die zentrale Markenbotschaften über ein Multi-Channel-Publishing kanalspezifisch kommuniziert, ist häufig nur in Ansätzen erkennbar.
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