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"Populismus": IDO-Verband wehrt sich gegen Abmahnstudie

11.09.2018 Für zwei Drittel der Online-Händler stellen Abmahnungen eine akute Existenzbedrohung dar - wobei für jede fünfte Abmahnung in Deutschland der IDO-Verband verantwortlich sei. Diese Zahlen hatte Trusted Shops im Rahmen der Studie 'Abmahnungen im Online-Handel' veröffentlicht. Jetzt wehrt sich der IDO-Verband gegenüber iBusiness. Heftig.

 (Bild: Trusted Shops)
Bild: Trusted Shops
Mit heftigen Worten kommentierte Leonie Boddenberg , Geschäftsführerin des 'IDO Interessenverband für das Rechts- und Finanzconsulting deutscher Online-Unternehmen e.V.' die Abmahnstudie von Trusted Shops   (iBusiness berichtete). Sie sei "ein aus taktischen und populistischen Gründen erstelltes Werk" für das "keinerlei Nachweis einer Wahrheit" vorliege. Den Fakenews-Vorwurf begründet Boddenberg mit dem "verschwindend geringen Teil von Onlineunternehmen", die befragt worden seien. Trusted Shops hatte 3.200 Online-Händler befragt, davon hatten 42 Prozent angegeben, abgemahnt worden zu sein, jeder fünfte durch den IDO-Verband.

Boddenberg wirft Trusted Shops vor, als Mitwettbewerber mit der von ihr als "falsch und unseriös" bezeichneten Studie "in unsachlicher Weise Stimmung" gegen den IDO-Verband zu machen, "auch vor dem Hintergrund eines Petitionsverfahrens". Dass die Zahlen von Trusted Shops "grob falsch" seien, liesse sich daran erkennen, dass einige abmahnende Institutionen, wie die die Wettbewerbszentrale nicht genannt worden seien, ebensowenig wie die Industrie- und Handelskammern, die Handwerkskammer und die Verbraucherschutzverbände.

"Die gängige Praxis einiger Abmahnvereine dient weniger dem fairen Wettbewerb als vielmehr wirtschaftlichen Eigeninteressen", hatte Dr. Carsten Föhlisch , Leiter der Rechtsabteilung von Trusted Shops unter anderem dem IDO-Verband vorgeworfen. "Den abgemahnten Online-Händlern fehlt meist jeglicher Vorsatz. Es werden bewusst einfachste Fehler abgemahnt, die für den Wettbewerb nicht relevant sind, aber im Tagesgeschäft immer wieder passieren können." Es gehe ganz klar darum, mit Vertragsstrafen bei künftigen Verstößen Geld zu verdienen.

Der IDO-Verband bietet nach eigenen Angaben auch "Soforthilfen bei Abmahnungen   an.
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