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Kampf um die Region: Google startet Lokalnachrichten
16.07.2009 Der Markt um lokale Angebote im Internet ist zunehmend umkämpft. Nun hat Google sein Nachrichtenangebot in Deutschland auch auf lokale News ausgeweitet. Auch das größte Regionalportal, Meinestadt.de, setzt auf lokale Services. Und erst jüngst hatte die VZ-Gruppe ein Regionalangebot gestartet.
Die wichtigsten und aktuellsten Themen und Beiträge erscheinen in der Ergebnisliste an oberster Stelle. Google listet die Ergebnisse maschinell und bezieht in die Suchergebnisse nicht nur Ort oder die Region ein, über die berichtet wird, sondern auch den Ort der Veröffentlichung, um "lokale Nachrichtenquellen zu unterstützen", wie Google betont.
Insgesamt greift Google auf mehr als 25.000 Nachrichtenquellen in über 29 Sprachen zurück und verlinkt auf deren Internetseiten, darunter über 700 deutschsprachige Nachrichtenquellen. Google betont, dass Medienunternehmen und andere Nachrichtenproduzenten hierbei zu den Profiteuren gehören: So generieren die Suchmaschinen und Anwendungen jeden Monat eine Milliarde Klicks für die Herausgeber. Allein im vergangenen Jahr seien an die AdSense-Partner Einkünfte in Höhe von fünf Milliarden US-Dollar ausgeschüttet worden. Das sei mehr als der Jahresgewinn von Google, der 2008 bei 4,5 Milliarden US-Dollar lag, betont der Quasi-Monopolist.
Doch auch wenn sich Google mit dem neuen Angebot altruistisch gibt: Der Markt um lokale Angebote ist zunehmend umkämpft - auch im Hinblick auf den sich entwickelnden Markt für mobiles Internet. Immer mehr Anbieter bauen ihre lokalen Services auf bzw. aus, wie auch das größte Regionalportal Deutschlands, Meinestadt.de. Nach der Hotelzimmerreservierung hat das Städteportal für ein weiteres Segment die Suche mit einer Buchungsfunktion verbunden.
Meinestadt.de bietet Nutzern seines Branchenbuches ab sofort die Option, bei der Suche nach Restaurants auch direkt einen Tisch zu reservieren. Dafür hat das Städteportal Livebookings.com , Online-Marketing- und Reservierungsservice für die Gastronomie, als Partner gewählt. Möglich ist eine Tischreservierung für alle Restaurants in Deutschland, die unter http://branchenbuch.meinestadt.de/ gelistet und gleichzeitig bei Livebookings angemeldet sind. Die Links, über die die Tischreservierung möglich sind, sind direkt in den jeweiligen Branchenbucheinträgen der Restaurants integriert. "Wir sind überzeugt, dass dieser Service von unseren Nutzern gut angenommen wird", sagt Dirk Habermann , Leiter Cooperations & E-Commerce von Meinestadt.de. Schließlich recherchieren einer Studie zufolge über 62 Prozent aller Gäste vor einem Lokalbesuch im Internet nach dem Gastronomiebetrieb. Bereits seit einigen Monaten betreibt Meinestadt.de eine Hotelzimmer-Reservierung gemeinsam mit Booking.com .
Meinestadt.de verzeichnet laut aktuellem AGOF-Ranking eine Reichweite von 12 Prozent und 5,08 Millionen Unique User und liegt damit auf Platz 16 der reichweitenstärksten deutschen Internetangebote, noch vor den Angeboten von DasTelefonbuch.de und DasÖrtliche .
Vor wenigen Tagen haben die sozialen Netzwerke StudiVZ und MeinVZ gemeinsam mit Tageszeitungen ein Regionalangebot gestartet. Mit den "Heimatprofilen" bietet die VZ-Gruppe Nutzern spezielle Inhalte aus ihrer Umgebung (iBusiness berichtete).
