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Virtuelle Messen: Order-Geschäft verlagert sich immer mehr ins Internet
05.06.2008 Fachmessen sind in viele Unternehmen immer noch der bevorzugte Treffpunkt, wenn es um die Geschäftsanbahnung zwischen Einkäufern und Lieferanten geht. Doch ein Messebesuch kostet beide Seiten Zeit und Geld. Virtuelle Messe-Plattformen aggregieren die Aussteller und machen deren Produkte und Dienstleistungen 24 Stunden an sieben Tagen die Woche verfügbar.
So können beispielsweise Autohersteller nach neuen Zulieferern für ihre Felgen suchen oder Hersteller von Nahrungsmittelverpackungen stellen ihre neuesten Produktentwicklungen vor. "Ziel von Mynetfair ist es, ein weltweites Netzwerk zu schaffen", erklärt Oliver Waldmann , Sprecher von Mynetfair, gegenüber iBusiness das Konzept. Mynetfair hat sich bei der Konzeption des Geschäftsmodells an der Procurement-Plattform Alibaba orientiert, verriet Waldmann.
Mynetfair setzt dabei auf einen sich immer mehr verbreitenden Trend im weltweiten Messegeschäft. Beschaffungsprozesse und klassische Ordermessen wachsen durch das Internet immer mehr zusammen. "Wir stellen fest, dass sich die Hauptaufgabe einer Ordermesse, der Einkauf von Produkten, Rohstoffen und Dienstleistungen, für die Einkäufer wesentlich zeit- und kostensparender über virtuelle Messeplattformen abwickeln lässt", skizziert Michael Höing , Leiter Busines Developement beim Messe-Kommunikations-Dienstleister Press1 den Trend.
Auf diese Entwicklung reagiert auch Mynetfair und zieht das Portal zugleich als Community auf, indem Web2.0-Funktionen in die Plattform integriert werden. "Die Nutzer können andere Teilnehmer bewerten, kommentieren und Weiterempfehlen", erklärt Waldmann. Wer allerdings in dieser Community dabei sein möchte, muss zahlen. Wie Waldmann gegenüber iBusiness erklärte, monetarisiere sich die virtuelle Messeplattform über ein Abomodell mit Jahresbindung. Es werde aber auch eine kostenlose Testmitgliedschaft angeboten, die aber wichtige Informationen und Funktionen wie Kontaktdaten, Bewertung uns weitere ausschließt. "Der Schwerpunkt unserer Marketing-Strategie legen wir in das Web2.0. Mynetfair soll vor allem über Mundpropaganda innerhalb der Industrie, des Handel, des Handwerk und der Dienstleistungs-Branchen bekannt gemacht werden", erläutert Waldmann das Konzept.
