Unsichtbare Marktpotenziale mit Kaufkraftdaten erschließen Jetzt zum Webinar anmelden
Eigene Daten zeigen oft nur einen Teil des Bildes. Erfahren Sie, wie Kaufkraft-, Markt- und Regionaldaten zusätzliche Perspektiven auf Kunden, Regionen und Standorte eröffnen. Anhand konkreter Praxisbeispiele lernen Sie, wie sich bislang verborgene Marktpotenziale erkennen und gezielter nutzen lassen.
Jetzt zum Webinar anmelden
Expert-Talk: GEO-PR: "Es geht um Relevanz in KI-Systemen" Video-Podcast ansehen
Wer in ChatGPT, Gemini oder Perplexity sichtbar sein will, darf sich nicht auf die eigene Website verlassen. Denn KI-Systeme prüfen, was andere über eine Marke sagen - auf Fachportalen, Bewertungsplattformen, Vergleichsseiten, Reddit oder YouTube. Hier setzt GEO-PR an. Video-Podcast ansehen

November 2026 · Unser Geburtstagsgeschenk

35 Jahre iBusiness.
Im November alles frei lesen.

Zum Jubiläum öffnen wir alle iBusiness-Inhalte: vom 1. bis 30. November, für alle, ohne Anmeldung und ohne Bezahlschranke.

Alle Inhalte im November kostenlos
Heute frei lesen. Morgen nichts verpassen.

Registrieren Sie sich kostenlos und abonnieren Sie anschließend den iBusiness-Newsletter. So bleiben Sie bei den Themen auf dem Laufenden, die für Sie zählen.

Das Newsletter-Abo erhalten Sie im Rahmen der kostenlosen Registrierung.

Executive Briefing

Gute ECommerce-Nachrichten in gespenstischen Zeiten - iBusiness Executive Briefing vom 31.10.2023

31.10.2023 Es gilt, eine Lanze zu brechen für den totgesagten deutschen (Online-)Handel. Und festzuhalten: Hippe Technologie ist nicht Mission Critical im deutschen E-Commerce.

 (Bild: Midjourney/jg)
Bild: Midjourney/jg
Die Geister und Gespenster, die Skelette und Mörderclowns, Spukgestalten und Zombies, die heute Nacht wieder unsere Straßen unsicher machen - angesichts der realen Monster und Verrückten, die unsere Welt aktuell in Atem halten, sind sie eher wenig furchterregend. Darum will ich Ihr Augenmerk heute weder auf gruslige Plattformen richten ("Warten auf den Exodus: So katastrophal bewertet die Medienbranche Twitter"  ) noch auf unsterbliche Zombies ("Ohne Papier und Fax geht in der Verwaltung nichts"  ).

Stattdessen will ich positive Gedanken wecken und eine Lanze brechen für den totgesagten deutschen (Online-)Handel. Dem geht es nämlich meiner Meinung nach deutlich besser, als er selbst glaubt. Denn spätestens seit Corona ist der Strategiestreit vorbei, ob jetzt der Onlinehandel dem Präsenzhandel den Garaus macht oder ob die AGABUs im Präsenzhandel obsiegen. (Es ist eben doch nicht "Alles ganz anders bei uns".)

Amazon boomt, was nicht auf schwache ECommerce-Zahlen hindeutet: Laut dem durch den DSA nötig gewordenen Transparency Report   hat der Handelsriese in Deutschland immerhin 60,4 Millionen Nutzende. Pro Monat.

Und der Aufstieg des hybriden Einzelhandels hält an - laut einer aktuellen Bitkom-Umfrage   sind 85 Prozent aller Handelsunternehmen in Deutschland inzwischen Omnichannel-Unternehmen - also sowohl online als auch stationär präsent.

Eine gute Nachricht, dass inzwischen nicht nur die Berater und Agenturen über kanalübergreifende Ansätze sprechen - sondern die deutschen Handelshäuser das immer öfter auch umsetzen - um da zu sein, wo die Menschen sind. Schließlich bevorzugen laut SOTI-Studie   von gestern zwar 46 Prozent der in Deutschland Befragten den Online-Einkauf, gleichzeitig wollen 68 Prozent weiterhin vor Ort im Geschäft einkaufen und die Waren direkt mitnehmen. 47 Prozent der Befragten in Deutschland (50 Prozent weltweit) bevorzugen Handelsmarken, die ein auf ihre individuellen Vorlieben abgestimmtes Einkaufserlebnis bieten.

Wenn man sich die überzogenen ECommerce-Erwartungen erst einmal aus dem Rollkragenpulli geklopft hat, dann sieht man als ECommerce-Verantwortlicher die Lage auch realistischer: Der Onlinehandel hat keine kontinuierliche Sonderkonjunktur mehr. Die Zeiten des Abgreifens von Offline-Marktanteilen ist vorbei. (Online-)Umsatzrückgänge sind konjunkturbedingt. Und nach jedem Abschwung kommt wieder ein Aufschwung.

Und sollte der eine oder andere sich grämen, weil die eigene Agentur oder eine Softwarebude per Linkedin mal wieder Verkaufspsychologie der Marke "Untergang des christlichen Abendlands" aus dem Werkzeugkasten zieht und den dummen, dummen, (Online-)Handelsverantwortlichen vorwirft, man würde die unendlichen Chancen von NFT, Kryptowährungen, Metaversum, Voice-Commerce usw. vorsätzlich verschlafen.

Denn Technologien sind eben nicht Mission Critical im deutschen E-Commerce. Wie haben wir gestern so schön aus der Akeneo-Studie zitiert: "Die Neigung der Deutschen, beim Konsum auf innovative Technologien zurückzugreifen, ist offensichtlich wenig ausgeprägt." Sprich: Wer kundenzentriert denkt, der weiß, dass die Deutschen kein Nerd-Shi-shi brauchen, keinen neuesten heißen Scheiß, keinen sandgestrahlten Seitenwindvergaser.

Da kann ich nur sagen: Alles richtig gemacht, liebe deutsche ECommerce-MacherInnen.

So ist es kein Wunder, dass für das diesjährige Weihnachtsgeschäft mehr als neun von zehn Befragten mit einem Umsatzanstieg rechnen. Bei der Befragung im Jahr 2022 waren es 20 Prozent weniger. Auch erwartet knapp ein Drittel, dass der Umsatz im Vergleich zum Vorjahres-Weihnachtsgeschäft sogar "deutlich" steigen wird.

Man sollte sich also nicht ins Gruseln bringen lassen. Weder von realen noch von digitalen Geistern. Nicht an Halloween noch an irgendeinem anderen Tag.

Ihr
Joachim Graf
Herausgeber iBusiness

PS: Wie gefällt Ihnen unser neues regelmäßiges 'iBusiness Executive Briefing'? Schreiben Sie uns: redaktion@ibusiness.de
Neuer Kommentar  Kommentare:
Schreiben Sie Ihre Meinung, Erfahrungen, Anregungen mit oder zu diesem Thema. Ihr Beitrag erscheint an dieser Stelle.