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Selber schuld

von sr

03.12.2007 Mit der Menge an Kunden und Bestellungen steigt in deutschen Online-Shops auch die Zahl der Zahlungsausfälle. Die aktuelle Studie zeigt, dass die meisten Shopbetreiber zwar bereits versuchen dieses Risiko zu minimieren. Aber immer noch längst nicht alles tun, um sich umfassend vor Zahlungsausfällen zu schützen.

Die Studie von Sebastian Klatt zeigt: Externe Informationen aus Sperrlisten werden von Shopbetreibern nach wie vor kaum in Anspruch genommen. Und wenn, dann vor allem bei Neukunden. Hier müssen Shopbetreiber künftig ansetzen, um sich besser vor Zahlungsausfällen zu schützen. Denn mit der zunehmenden Zahl an Online-Shoppern wird auch der Anteil der schwarzen Schafe steigen.

Es ist sicher legitim, Bonitätsprüfungen vor allem bei Neukunden anzufordern. Schließlich ist der Besteller in diesem Status für den Händler noch ein Unbekannter. Aber auch bei Stammkunden kann die Zahlungsmoral einmal nachlassen. Shopbetreiber sollten daher regelmäßig (wenn auch nicht bei jeder Bestellung) die Bonität ihrer A-Kunden überprüfen.

Wichtig halte ich zwar, Daten wie Telefonnummer und EMail-Adresse abzufragen. Hieraus aber Rückschlüsse über einen etwaigen Zahlungsausfall zu ziehen, gleicht doch eher einem Glücksspiel: Denn eine gültige EMail-Adresse kann sich jeder Internetnutzer bei einem Freemailer besorgen. Dass die Adresse funktioniert, sagt also gar nichts aus.

Ebenso verhält es sich bei der Telefonnummer: Jeder Kunde kann eine gültige Handy- oder Festnetznummer angeben. Dass er bei einem Kontrollanruf ans Telefon geht, sagt doch nichts über seine Zahlungsmoral aus. Und andersrum kann ein williger Kunde als vermeintliches schwarzes Schaf abgestempelt werden, weil er sich bei seiner Bestellung aus Versehen vertippte und dadurch ein ungültige Telefonnummer zustande kam.
Thema:

Studie: Wo Online-Shops am häufigsten mit Zahlungsausfällen zu kämpfen haben

Eine aktuelle Studie hat untersucht, welche Bezahlverfahren deutsche Internet-Händler in ihren Online-Shops anbieten. Und wie hoch dabei das Risiko ist, dass Kunden die bestellten Waren nur sehr zögerlich oder im schlimmsten Fall gar nicht bezahlen. Die Studie zeigt auch, dass Online-Händler ihre Zahlungsausfälle durch ein professionelleres Management deutlich minimieren könnten.

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 (Bild: SXC.hu/sanja gjenero)
Bild: SXC.hu/sanja gjenero

Kommentar von sr

Selber schuld

Mit der Menge an Kunden und Bestellungen steigt in deutschen Online-Shops auch die Zahl der Zahlungsausfälle. Die aktuelle Studie zeigt, dass die meisten Shopbetreiber zwar bereits versuchen dieses Risiko zu minimieren. Aber immer noch längst nicht alles tun, um sich umfassend vor Zahlungsausfällen zu schützen.

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 (Boris Giesl)
Bild: Boris Giesl
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Von:
Am: 03.12.2007

Zu: Selber schuld

Guten Abend! Wir verwenden eigene Sperrlisten, externe Bonitätsprüfungen und ein Scoring-System. Bei Rechungskauf würden diese Systeme ohne zusätzliche händische Prüfung über diverseste Wege bei uns immer noch 15% Ausfälle bedeuten (haben wir teuer getestet). Der Gesetzgeber wäre auch gefragt, nicht immer nur die "armen" Konsumenten zu schützen, sondern auch die Händler: Vor Betrügern, Spaßbestellern, u.ä. Bei vielen ist Betrug offenbar zum Hobby geworden, die Händler leiden darunter und im Endeffekt die zahlenden Konsumenten. Irgendwoher muss der Kalkulationsposten Zahlungsausfälle ja wieder rein kommen.
Frage dennoch: Externe Sperrlisten, woher beziehen? Welche sind besser, welche nicht? Haben damit leider keine Erfahrung. Danke!
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