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Investor stoppt Zahlungen: Neckermann muss Insolvenz anmelden

19.07.2012 Die Verhandlungen zwischen dem Eigner Sun Capital  , dem Management und den Arbeitnehmern von Neckermann.de   um einen sozialverträglichen Stellenabbau sind gescheitert. Das Traditionsunternehmen mit seinen bundesweit rund 2400 Arbeitsplätzen stellte gestern beim Frankfurter Amtsgericht den Insolvenzantrag.

Laut Firmenangaben   konnten sich Unternehmen, Betriebsräte und ver.di zwar auf einen Kompromiss, "der in begrenztem Umfang Abfindungen und Transfergesellschaften enthielt, einigen." Auch in weiteren Punkten war eine Einigung zwischen Unternehmen und Arbeitnehmervertretern erfolgt, die Verhandlungen waren damit weitgehend abgeschlossen. Allerdings kam das Veto der investierten Heuschrecke Sun Capital  : "Der Eigentümer des Unternehmens hält das Ergebnis dieser Verhandlungen nicht für tragfähig und wird keine weiteren Mittel für die Finanzierung zur Verfügung stellen. Unter den gegebenen Rahmenbedingungen kann das Unternehmen in seiner bestehenden Form damit nicht fortgeführt werden", teilt Neckermann in seiner Erklärung weiter mit.

Hintergrund der dramatischen Entwicklung um den Onlinehändler war der Streit um die Abfindungen für die gekündigten Arbeitnehmer sowie gestrichene Investitionen von Sun Capital.

Ende April 2012 hatte Neckermann angekündigt, sich als reiner Onlinehändler mit neuer Sortimentsstruktur zu positionieren und das Kataloggeschäft einzustampfen. Einhergehend mit dieser Reorganisation des Unternehmens wurde ein "unverzichtbarer Abbau" von 1.380 Arbeitsplätzen angekündigt. Der angestrebte Stellenabbau konnte jedoch von Neckermann nicht wie geplant umgesetzt werden, weil zum Teil die finanziellen Mittel für die Abfindungen gefehlt haben.

Wie es jetzt mit Neckermann weitergeht
Thema: Investor stoppt Zahlungen: Neckermann muss Insolvenz anmelden
1. Teil: Vier Szenarien für Neckermann: Das Update
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