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Pixelpark: Reissleine - jetzt!
18.06.2008 Der wohl unmittelbar bevorstehende Verkauf der Pixelpark-Agenturen zeigt: Das Geld soll noch vor der Hauptversammlung in die Kasse, um die Firma zu stärken. Damit verabschiedet sich das börsennotierte Unternehmen nun von einem interessanten Ansatz.
Natürlich tut es weh, zuzusehen, wie der eigentlich kluge Ansatz, Systemtechnologie und Kommunikation als einander ergänzende, stabilisierende Standbeine zu verbinden, den Bach runtergegangen ist. Ob der harte Schnitt - also der Verkauf aller Agenturen - weise ist, sei dahingestellt. Offensichtlich war er notwendig und führt möglicherweise zu einem Neuanfang des Konzerns.
Die Marke Pixelpark allerdings ist beschädigt, was bleibt ist ein Rumpf - die "Rumpf-Park-AG". Doch könnte ein starker neuer Käufer der Agenturen, nennen wir ihn Publicis, diese zur Ruhe kommen lassen. Und auch der "Rumpf-Park-AG" kann ein Neustart gelingen. Allerdings muss sich der Vorstand die Frage gefallen lassen, ob die sehr optimistischen Schätzungen über das zu erwartende Geschäft - auch in Publikationen - nicht manches mal über das Ziel hinausgingen.
Der momentan - noch? - angekündigte mögliche Rückkauf eigener Aktien deutet darauf hin, zunächst einmal im Geschäft kleinere - natürlich gerne ertragreiche - Brötchen zu backen. Zum anderen wird man sich in Hamburg und Berlin aber auch fragen müssen, ob man 37,2 Millionen Aktien zum Kurs von lange nicht einmal einem Euro unter der Kenn-Nummer "DE0001262251"" überhaupt handeln muss. Rechnet man die bei Pixelpark angefallenen Kosten fürs Testieren durch Wirtschaftsprüfer, die Beratung von Consultants und Gutachten einmal zusammen, sieht: eben keine Peanuts, sondern Kosten. Wenn man dann auch mal den Umsatz, Umsatz sein lässt und sich die Bewertungen durch Finanzexperten durchliest, weiß man, dass die Reissleine gezogen werden muss. Jetzt!
