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Neues Elektrogesetz: 90 Prozent der Deutschen würden kostenlose Rücknahme nutzen
13.10.2015 Die Entsorgung von Elektroschrott wird in Zukunft zur (Online-)Händler-Sache. Laut dem neuen Elektroschrottgesetz können Verbraucher ab 2016 kleine Elektrogeräte - wie etwa Toaster oder Handys - bei Händlern mit einer Verkaufsfläche von mehr als 400 Quadratmeter kostenfrei und ohne Vorlage eines Kaufbelegs zurückgeben. Darunter fallen auch Online-Händler mit entsprechend großem Lager. 4 von 10 Verbrauchern haben zwar aktuell noch nicht von der künftigen Rücknahmepflicht gehört - aber 60 Prozent würden entsprechende Angebote des Online-Handels nutzen.
Ganze 90 Prozent der Deutschen können sich vorstellen, die vereinfachte Rückgabeoption zu nutzen - sechs von zehn (60 Prozent) würden ihre alten Elektro-Apparate auch direkt an Online-Händler schicken. Bei den Argumenten für die Entsorgung durch die Händler halten sich für die Deutschen pragmatische und ökologische Gründe die Waage: 85 Prozent würden diese Möglichkeit nutzen, weil sie so die ausrangierten Geräte nicht selber entsorgen müssten. Genauso viele sehen darin einen aktiven Beitrag für den Umweltschutz.
Das Angebot trifft aber auch auf Ablehnung: Von den befragten Kritikern, die angaben, sie würden Zukunft die Möglichkeit der Rücknahmepflicht von elektronischen Geräten nicht nutzen, ist etwa drei Vierteln der Weg zum Ladengeschäft zu umständlich - genauso wie für 80 Prozent der Rückversand zum Online-Shop. Über die Hälfte der Gegner (54 Prozent) leistet ihren Beitrag zur Wiederverwertung, indem sie ihren wertvollen Elektroschrott offline oder online weiterverkaufen, um aus ihm noch ein wenig Profit zu schlagen.
Zur Studie: Die repräsentative Studie wurde von Deals.com in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Ipsos im Mai 2015 umgesetzt. An der Befragung nahmen 1.020 deutschsprachige Verbraucher im Alter von 18 bis 64 Jahren teil.

