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Verbraucherschutz: Xing reagiert als erstes Netzwerk
16.07.2009 Nach der Einleitung eines Unterlassungsverfahrens per Abmahnung durch den Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbz) gegen mehrere Social Networks hat Xing reagiert. Wo das Business-Netzwerk seine AGBs anpasst.
So wird Xing "eine Klausel zur Übertragung von Nutzungsrechten für Forenbeiträge, eine salvatorische Klausel und die Regelung zur Vorgehensweise bei Änderung der Datenschutzbestimmungen streichen, die Widerspruchsfrist bei AGB-Änderung auf sechs Wochen verlängern und damit allen Anfordrungen der Verbraucherschutzzentrale gerecht werden" gibt sich das Business-Netzwerk zuversichtlich. Im Zuge der Maßnahmen kündigte Xing-Sprecher Thorsten Vespermann zudem an, dass Forenbeiträge von Ex-Mitgliedern gelöscht würden. Insgesamt, so Vorstandschef Stefan Groß-Selbeck , seien "nur kleinere Anpassungen notwendig".
Begleitet wird die Anpassung von geradezu euphorischen Bekundungen zum Vorgehen der vzbz. Danach begrüße Xing "die Initiative" der Organisation, sieht sich in dem Bereich als "führend" und freue sich über die gestiegene Aufmerksamkeit in Sachen Datenschutz, Privatsphäre und Verbraucherschutz. Zu den Begleiterklärungen von Xing zu den Änderungen fehlt nicht der Hinweis, dass man als Unternehmen mit Hauptsitz in Deutschland ohnehin "den deutschen und europäischen Datenschutzbestimmungen" unterliege. Und die deutschen Datenschutzbestimmungen sind gerade erst verschärft worden.
Xing verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass seine Kundendaten getrennt vom Firmensitz auf mehrere Server verteilt seien. Darüber hinaus sei das Netzwerk "als einziger Anbieter im Markt voll verschlüsselt" mit der auch für das Online-Banking verwendeten SSL-Technik. Die Kunden hätten überdies bereits volle Kontrolle über ihre Daten und ihre Privatsphäre.
