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Datenschutzproblematik zwingt deutsche Social Networks zum Handeln

13.03.2009 Einer der Kritikpunkte in Deutschland, der immer wieder gegen die Social Networks zu hören ist, ist der, dass die zumeist jugendlichen Nutzer unreflektiert intimste Daten öffentlich machen. Jetzt sehen sich die Netzwerkbetreiber zum Handeln gezwungen und haben einen Verhaltenskodex für Social Networks verabschiedet. Drei der großen Netzwerke haben sich bereits verpflichtet, andere sollen noch kommen.

 (Bild: Otto Peter)
Bild: Otto Peter
Die drei großen Social Networks StudiVZ  , Lokalisten   und wer-kennt-wen   wollen, dass ihre jugendlichen Nutzer bei der Veröffentlichung persönlicher Daten im Netz mehr Vorsicht walten lassen. Dabei soll ein gemeinsamer Verhaltenskodex helfen, Richtlinien und die Selbstverpflichtung der Betreiber der sozialen Netzwerke enthält ihre Nutzer besser über Datenschutz aufzuklären.

Initiator dieses Kodex ist der Verein Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter   (FSM) in Berlin. Auch MySpace   will sich laut Angaben der FSM bald anschließen. "Wir wollen einen Standard setzen, wie wir gegenseitig im Web miteinander umgehen", skizziert Lokalisten-Geschäftsführerin Stefanie Waehlert die Zielsetzung. So ließen sich nicht alle Datenschutz-Probleme in Internet-Communities technisch lösen, jedoch aber die Aufmerksamkeit der Nutzer schärfen.

Der 20-seitige Katalog beinhaltet auch technische Maßnahmen zum verbesserten Datenschutz: Profile von unter 16-Jährigen sollen nicht über Suchmaschinen auffindbar, die Nutzerdaten unter 14-Jähriger grundsätzlich nur für deren Netzwerk-Freunde sichtbar sein. Der Verhaltenskodex kann HIER   als PDF heruntergeladen werden.
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