Jetzt zum Webinar anmelden
November 2026 · Unser Geburtstagsgeschenk
35 Jahre iBusiness.
Im November alles frei lesen.
Zum Jubiläum öffnen wir alle iBusiness-Inhalte: vom 1. bis 30. November, für alle, ohne Anmeldung und ohne Bezahlschranke.
Alle Inhalte im November kostenlosRegistrieren Sie sich kostenlos und abonnieren Sie anschließend den iBusiness-Newsletter. So bleiben Sie bei den Themen auf dem Laufenden, die für Sie zählen.
E-Government: 6,5 Milliarden Euro Einsparpotenzial durch elektronische Rechnung
01.07.2015 Deutsche Kommunen könnten jährlich 6,5 Milliarden Euro einsparen, wenn sie von der papierbasierten auf die elektronische Rechnung - also E-Invoicing - umsteigen. Bisher nutzen jedoch lediglich acht Prozent der deutschen Kommunen E-Invoicing, ergab eine repräsentative Umfrage von Crossinx unter 126 Kommunen in 14 Bundesländern.
Unabhängig davon ergab eine repräsentative Umfrage von Crossinx, dass bisher lediglich acht Prozent der deutschen Kommunen auf elektronische Rechnungsprozesse umgestellt haben, obwohl bereits 2014 eine EU-Richtlinie zur Einführung der verpflichtenden elektronischen Rechnung im Rahmen von öffentlichen Beschaffungen innerhalb der EU verabschiedet wurde. Bis 2018 soll die europaweite Digitalisierung des Rechnungsverkehrs umgesetzt werden. Über 100.000 öffentliche Verwaltungsstellen in ganz Europa sind von der verpflichtenden Umstellung auf E-Invoicing betroffen. Das Potenzial ist also enorm.
Rechnungsvolumen steigt in Europa bis 2016 auf 36 Milliarden an
Von den weltweit 500 Milliarden ausgetauschten Rechnungen werden 2015 laut Billentis Report circa sieben Milliarden Rechnungen im europäischen Raum bereits elektronisch ausgestellt werden. Bis 2016 soll das gesamte Rechnungsvolumen in Europa auf 36 Milliarden ansteigen. Dabei handelt es sich zur Hälfte um Verbraucherrechnungen (B2C) und zur anderen Hälfte um Rechnungen zwischen Unternehmen untereinander sowie dem öffentlichen Sektor (B2B, B2G und G2B). Je früher der Rechnungsverarbeitungsprozess also digitalisiert wird, desto mehr Einsparungen können angesichts des steigenden Rechnungsvolumens erzielt werden. Die Kosten für die Umstellung auf elektronische Rechnungsprozesse amortisieren sich in der Regel in 0,5 bis 1,5 Jahren.Deutschland hinkt in der Umstellung allerdings noch hinterher. Während die skandinavischen Länder bereits seit Anfang der 2000er elektronische Rechnungen im B2B- und B2G-Bereich offiziell austauschen können und inzwischen mehr als 40 Prozent der Rechnungen elektronisch ausgestellt werden, liegt der Anteil elektronischer Rechnungen in Westeuropa bei 15 bis 40 Prozent, in Osteuropa sogar bei unter 15 Prozent.
Unternehmen von der Umstellung im öffentlichen Sektor stark betroffen
Die Digitalisierung der Rechnungsprozesse hat nicht nur Auswirkungen auf deutsche Kommunen, sondern ebenso auf deren Rechnungssteller und -empfänger. 45 bis 64 Prozent aller Unternehmen eines Landes sind Lieferanten des öffentlichen Sektors und müssen ihre Rechnungen spätestens ab 2018 elektronisch ausstellen. 100 Prozent aller Unternehmen und Privathaushalte erhalten Rechnungspost von der öffentlichen Verwaltung. Aus diesem Grund kommt dem öffentlichen Sektor eine tragende Rolle für die gesamte volkswirtschaftliche Entwicklung zu.Trotzdem gehört dieser Sektor immer noch zu den Nachzüglern in Sachen E-Invoicing. 90 Prozent der von Crossinx befragten Kommunen, die noch nicht auf E-Invoicing umgestellt haben, können mit dem Thema gar nichts anfangen. Knapp 23 Prozent der Kämmerer gab an, das Thema E-Invoicing sei ihnen zu komplex und sie hätten sich aus Zeitmangel noch nicht damit beschäftigt. Ganze 73 Prozent der befragten Kommunen planen keine Umstellung auf E-Invoicing vor 2017. Den Wenigsten ist bewusst, dass sie damit jährlich mehr als 6 Milliarden Euro verschleudern.
Kosten, Prozessoptimierung und Druck von außen sind Treiber
Die von Crossinx befragten Kommunen, die die elektronische Rechnung bereits eingeführt haben, nannten als Grund für die Umstellung zum einen Kosteneinsparungen, zum anderen politische Gründe, wie etwa die Digitale Agenda 2020. Laut Billentis Report können sowohl externe als auch interne Faktoren die Digitalisierung von Rechnungsprozessen vorantreiben.Der vollständige englische Report kann hier angefordert werden. Eine Version in deutscher Sprache ist geplant. Für die Studie hat Crossinx 126 Kommunen in 14 Bundesländern befragt; sie ist repräsentativ.

