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Amazon nutzt Daten von Marktplatzhändler für eigene Interessen

31.10.2014 Der Verdacht ist schon lange in der Welt, nun will ihn ein amerikanischer ECommerce-Dienstleister mit Fakten belegen können: Amazon nutzt die Verkaufs- und Umsatzzahlen seiner Marktplatzhändler gezielt, um sein eigenes Sortiment zu optimieren. iBusiness berichtete und analysierte diese Praxis bereits im Januar (Die Marketplace-Gefahr).

Abgucker; Jeff Bezos soll den Marktplatz gezielt nutzen, um erfolgreiche Sortimente zu finden
Der ECommerce-Gigant Amazon   nutzt seinen Marktplatz nicht nur als Umsatzmaschine, sondern forscht zugleich die dort aktiven Händler aus, um lukrative Sortimente zu identifizieren und sie anschließend selbst anzubieten. Dies behauptet zumindest der amerikanische ECommerce-Dienstleister Upstream Commerce   und will erstmals Belege für den Verdacht haben.

Wie das US-Wirtschaftsmagazin Forbes   berichtet, ist Upstream Commerce im Rahmen einer Konkurrenzbeobachtung für Damenbekleidung eher zufällig auf diesen Umstand gestoßen. Im Rahmen des Auftrags untersuchte Upstream 857 Produkte, die von Marktplatzhändlern angeboten wurden. Überraschenderweise hatte Amazon nach zwölf Wochen selbst 25 Prozent der Topseller im Angebot. "Wir glauben, dass das mehr als nur ein Zufall ist," erklärte Upstream-CEO Amos Peleg in einem Statement, "die Zahlen sind äußerst signifikant. Mit gewöhnlichen Geschäftspraktiken lässt sich dies nicht erklären."
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