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Start-ups wackeln weltweit
09.12.2008 Die Marktbereinigung ist im Gange. Eine Studie von Deutsche Bank Research vergleicht das Sterben der Start-ups heute mit der Krise der New Economy. Das Absinken der Investitionen durch Venture Capitalists ist eines der beiden Hauptprobleme für junge Web-2.0-Unternehmen. Ethority-Chef Sten Frenke kommentiert die Situation.
Doch die Web-2.0-Dienste, die erst seit einigen Monaten am Markt sind, haben es besser, als ihre Ahnen aus der New Economy. Während der New-Economy-Blase hätten die Internet-Start-ups des Silicon Valley und ihre Ableger in der alten Welt im Zentrum der Krise gestanden, so die Analysten weiter. "Das ist gegenwärtig nicht der Fall, denn die Entwicklung der VC-Investitionen war nach dem Platzen der Blase gerade in den USA eher verhalten. In Europa hatten sich die VC-Investitionen stärker erholt - gleichwohl auf insgesamt niedrigerem Niveau", schätzt man bei DB Research die Lage ein. Seit der Jahrtausendwende sei der Anteil an VC-Geldern für IT, Software oder Telekommunikation erheblich gesunken. Stattdessen würde dieses Geld in Start-ups aus den Bereichen Energie, Medizin und Biotechnologie fließen.
Die Krisen am Finanzmarkt und die aktuelle konjunkturelle Abkühlung werde einen katalysierenden Effekt auf die negative Entwicklung für den Fortbestand einiger Start-ups haben, meint aus Sten Franke , Managing Director von ethority . "Der wirtschaftliche Abschwung beschleunigt daher eigentlich nur den regulären Marktbereinigungsgsprozess in diesem Bereich", so Franke gegenüber iBusiness. Die Liquidität im M&A-Markt sei enorm zurückgegangen, so dass Investoren aufgrund der angespannten Kassenlagen sich in Zukunft genau überlegen würden, welchen Unternehmen sie eine zweite Finanzierungsrunde gewähren. Das bedeute aber nicht, das Start-ups mit fundierten Businessplänen und Mehrwertstiftenden Geschäftsideen aus dem Markt scheiden werden, beruhigt Franke, zusammen mit Axel Schmiegelow Leiter des Arbeitskreises Social Media im BVDW . Aber Überflüssiges wird nach Frankes Einschätzung bald vom Markt verschwinden. "Kein Mensch braucht zum Beispiel den hundertsten Live-Shopping-Anbieter. Qualität wird sich aber immer durchsetzen, das gilt sicher auch für junge und frische Businessideen", so Franke.
Zu: Start-ups wackeln weltweit
Für die Bereiche Energie, Medizin und Biotechnologie machen Startup-Gelder auch viel mehr Sinn.
Im IT- bzw. im Webbereich kann man mit relativ wenig Geld, sprich Eigenkapital, genügend auf die Beine stellen, um dann Umsatz zu generieren, anstatt auf Werbeeinnahmen zu hoffen.
Der aktuelle Fall IT-Factory in Dänemark
http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/Betrug-Daenemark;art271,2679964
ist eigentlich peinlich für alle Geldgeber.
