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Jeder zweite Deutsche liest E-Books

08.10.2014 Der Siegeszug elektronischer Bücher setzt sich fort: Jeder zweite Deutsche (47 Prozent) hat schon mal ein E-Book gelesen. Damit stieg die Zahl der Nutzer von 41 Prozent im Vorjahr auf 47 Prozent 2014, so die EBook-Studie von Deals.com  .

 (Bild: Hightext Verlag)
Bild: Hightext Verlag
Jeder fünfte Deutsche liest E-Books sogar wöchentlich, jeder dritte mindestens einmal im Monat. Vor allem die junge Generation und insbesondere Frauen erweisen sich dabei als E-Book-Leseratten: Jeder vierte Unter-30-Jährige (24 Prozent) und 22 Prozent der Frauen (Männer: 17 Prozent) lesen mindestens einmal in der Woche elektronisch. Den geringsten Zuspruch finden die elektronischen Bücher bei der älteren Generation (15 Prozent wöchentliche Nutzung bei den Über-50-Jährigen).

Was Deutsche mit E-Books tun wollen
Was Deutsche mit E-Books tun wollen (Grafik: Deals.com/iBusiness)

Größte Vorteile: Gewicht, Mobilität & Auswahl - Preis verhindert aber schnellere Verbreitung

Die EBook-Nutzer schwärmen von den Vorteilen - die wichtigsten Argumente drehen sich um Mobilität: Die Lesegeräte sind leichter als gedruckte Bücher (60 Prozent), bieten auch unterwegs eine größere Auswahl (53 Prozent) und erlauben Spontankäufe der Wunschliteratur (47 Prozent). Fast jeder zweite Nutzer (46 Prozent) führt weitere technische Vorteile wie die Möglichkeit im Dunkeln zu lesen und die anpassbare Schriftgröße ins Feld.

EBook-Skeptiker bemängeln vor allem den Preis: Jeder Vierte von ihnen findet E-Book-Reader (27 Prozent) und E-Books (25 Prozent) zu teuer. In diesen Kanon stimmen selbst die häufigen E-Book-Nutzer mit ein: Gut die Hälfte von ihnen (51 Prozent) fordert, dass E-Books im Vergleich zum gedruckten Buch deutlich günstiger sein sollten. Das ist sicher ein Grund dafür, dass etwa jeder Sechste (16 Prozent) - und vor allem jeder fünfte Mann (22 Prozent) - ausschließlich kostenlose E-Books nutzt.

Wie häufig Deutsche E-Books lesen,
Wie häufig Deutsche E-Books lesen, (Grafik: Deals.com/iBusiness)

Lesern fehlt das "Buch-Gefühl" - aber jeder Vierte liest dank E-Books mehr


Papierhaptik, Blättergeräusch und Buchgeruch: Ein gedrucktes Buch gilt als Erlebnis für die Sinne. Dementsprechend bemängelt ein Großteil der EBook-Skeptiker (61 Prozent) vor allem das mangelhafte Lesegefühl auf den elektronischen Geräten - sogar fast jeder vierte EBook-Liebhaber stimmt dem zu (23 Prozent). Auch die Abhängigkeit von Akkulaufzeiten wird kritisiert (41 Prozent). Jeder Neunte (12 Prozent) empfindet zudem die Nutzung und das Herunterladen von E-Books als zu kompliziert und zu umständlich. Bei allem Für und Wider - elektronische Bücher steigern die Lesefreude: Jeder vierte E-Book-Nutzer (27 Prozent) gibt an, mehr zu lesen als vorher.

Auf welchen Endgeräten Deutsche E-Books lesen
Auf welchen Endgeräten Deutsche E-Books lesen (Grafik: Deals.com/iBusiness)

Die beliebtesten E-Book-Medien: E-Reader vor Tablets und Smartphones

Spezialisierte EBook-Reader haben sich an der Spitze der Lesegeräte für digitale Bücher etabliert: Jeder Zweite nutzt Produkte wie den Amazon Kindle für sein elektronisches Lesevergnügen (46 Prozent). Tablets (30 Prozent) und Smartphones (22 Prozent) folgen auf den Plätzen zwei und drei. Bemerkenswert: Binnen drei Jahren sank die Nutzung von Notebooks zum Lesen von E-Books von 49 Prozent 2012 auf 26 Prozent 2013 und 20 Prozent 2014.

Die repräsentative Studie wurde von Deals.com im September 2014 unter 1.000 Teilnehmern aus Deutschland durchgeführt.
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