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Big Data: Mehrheit der Marketer sieht keinen strategischen Vorteil
14.01.2016 Trotz jahrelanger Diskussion über datengetriebenes Marketing, sieht aktuell nur ein Drittel aller deutschen Marketingentscheider einen strategischen Vorteil für ihre Abteilung durch den Einsatz von Big Data. Das geht aus dem Big Data Report von T-Systems Multimedia Solutions hervor.
Nur ein Drittel wertet die Daten regelmäßig aus
Den größten Nutzen von Big Data sehen die Befragten in der Analyse der Kundenbedürfnisse (85 Prozent), der Erhöhung der Kundenzufriedenheit (75 Prozent) und der Verbesserung der Kundenbindung (64 Prozent). Mit dem Wissen um die Kundenbedürfnisse soll Vertrauen aufgebaut und die Kundenbindung verbessert werden. Die Daten wollen die Marketingentscheider auch nutzen, um die Customer Journey der Kunden zu analysieren und Kaufentscheidungen zu beeinflussen.Allerdings wertet lediglich rund ein Drittel der Unternehmen die gesammelten Daten regelmäßig aus; nur 13 Prozent davon in Echtzeit. Dies ist jedoch gerade für die Optimierung von Werbekampagnen oder Shop-Inhalten essenziell, um unmittelbar auf das Kundenverhalten reagieren und Erfolg oder Misserfolg von Marketingmaßnahmen bewerten zu können.
Big Data ist nicht in die Marketingstratgie integriert
Aktuell ist Big Data nur bei etwas mehr als jedem zehnten Unternehmen, vor allem Großkonzernen, komplett oder überwiegend in die allgemeine Marketingstrategie integriert. Immerhin setzen sich im Schnitt etwa 70 Prozent der Befragten bereits aktiv mit dem Thema auseinander; im Mittelstand jedoch nur 50 Prozent. Ein Problem liegt darin, dass die Verantwortlichkeiten für das Thema Big Data nicht geklärt zu sein scheinen: Jedes vierte Unternehmen hat keinen konkreten Ansprechpartner für Big Data.Die Zuständigkeit sehen die Befragten in vielen unterschiedlichen Händen: Beim CIO (19 Prozent), beim CMO (15 Prozent), beim CEO (14 Prozent) oder bei sonstigen Führungskräften. Auch hier hinkt der Mittelstand hinterher: Einen expliziten Big Data-Verantwortlichen gibt es in nur 12,5 Prozent der mittelständischen Unternehmen.

