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Robotik-Studie: Hohe Wachstumsraten dank Industrie 4.0
11.11.2016 Mehr Verkäufe, höhere Umsätze und gute Prognosen für die kommenden Jahre: 2015 war für die Robotikbranche weltweit erneut ein erfolgreiches Jahr. Dies belegen die steigenden Verkaufs- und Umsatzzahlen sowohl für die Industrie als auch die Servicerobotik, die die International Federation of Robotics (IFR ), basierend auf ihren neuesten World-Robotics-Studien, veröffentlicht hat.
Zum Boom der Servicerobotik tragen gleichermaßen privat genutzte Geräte bei, die 2015 ein Absatzplus von 16 Prozent verzeichneten. Sie sind verstärkt als intelligente Helfer bei unbeliebten Routineaufgaben im Haushalt oder als faszinierende Produkte in unserem Lebensumfeld im Einsatz: als Rasenmäher, Staubsauger oder auch für Spiel und Unterhaltung.
Auffällig ist für die Studienautoren der hohe Anteil an Start-up-Firmen, der bei fast 30 Prozent liegt. Es wird damit gerechnet, dass die Servicerobotik weiterhin als attraktives Betätigungsfeld für Start-ups gilt. Als vorrangige Märkte gelten auch hier Roboterlösungen für die Landwirtschaft, für die Logistik, das Gesundheitswesen und die Rehabilitation. Ebenso für private und häusliche Umgebungen bieten sich verstärkt attraktive und nutzbringende Produktmöglichkeiten, nicht zuletzt durch technische Fortschritte in der Sensorik und in der Vernetzung von Robotern mit mobilen Endgeräten wie Smartphones.
Auch der 'World Robotics Report' zur Industrierobotik zeigt äußerst positiv Zahlen: Die 2015 verkauften Einheiten entsprachen mit 254 000 Stück einem Plus von 15 Prozent gegenüber 2014. Die größten Wachstumstreiber sind wie auch in den vergangenen Jahren die Automobil-, Elektronik- und Metallindustrie. Dabei sind die Staaten der Europäischen Union im globalen Vergleich beim Robotereinsatz am weitesten: Mehr als zwei Drittel der Länder mit einer ausgeprägten Roboterdichte, also einer hohen Anzahl an Robotern pro 10 000 Arbeitern, stammen aus der EU. Eine Veränderung im Markt ist das starke Wachstum des chinesischen Marktes, von dem laut Prognosen der IFR im Jahr 2019 bereits 40 Prozent der weltweiten Nachfrage nach Robotersystemen ausgehen könnte.
