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Programmatic-Pleite: Bundesbehörden werben auf Nazi-Seiten
14.01.2016 Die Sendung Report Mainz hat eine Reihe rechter Webseiten über längere Zeit hin beobachtet und zum einen jede Menge Ads namhafter Firmen wie VW , Deutsche Bahn und Lufthansa entdeckt. Doch damit ist die Liste der Werbekatastrophen, die einem drohen, wenn man auf programmatisches Advertising setzt, noch nicht beendet.
Programmatic Advertising und Real Time Bidding rekrutieren ihr Material aus diffusen Umfeldern - selbst ein Experte wie Mediaguru Thomas Koch räumt ein: "Selbst bei Private Marketplaces (geschlossenen Marktplätzen für Inventar) ist kaum durchschaubar, woher die ihr Inventar kriegen - und noch weniger bei offenen Marktplätzen. Ich bin sicher, die Systeme der Anbieter grasen im Markt herum und greifen Inventar aus diffusen Quellen ab." Wohin das führen kann war Thema der iBusiness-Analysen zum Real Time Bidding-Markt in deutschland und zu illegalen Download-Portalen, die sich von (unwissenden) Marken finanzieren lassen.
Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius zeigte sich 'not amused' und forderte von den Behörden mehr Sorgfalt bei der Werbung im Internet: "Mich ärgert am meisten daran die finanzielle Unterstützung, die diesen Seiten damit zuteil wird."

