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Verlage hoffen auf Online- und Mobil-Geschäft
30.10.2009 80 Vorstände, Geschäftsführer, Verlags-, Bereichs- oder Abteilungsleiter von Zeitschriften- und Zeitungsverlagen haben VDZ und KPMG nach "Chancen und Risiken der aktuellen wirtschaftlichen Lage für Verlage" befragt. Das Ergebnis erhellt die Weltsicht der Verlagsoberen.
Sinken werden die klassische Geschäftsfelder Anzeigen (41,3 auf 36,8 Prozent) und Vertrieb (37,4 auf 35,7 Prozent). Dr. Markus Kreher, Partner bei KPMG sieht vor allem Rationalisierungsmassnahmen greifen: "Insbesondere in den klassischen Abteilungen Anzeigen und Vertrieb werden Maßnahmen zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung eingeleitet". Während Alexander von Reibnitz, Geschäftsführer Digitale Medien und Neue Geschäftsfelder beim VDZ von einer "Optimierung des Printprodukts" spricht. Die digitalen und mobilen Aktivitäten seien die Hoffnungsträger.
Um der wirtschaftlichen Situation zu begegnen, wurden im Hinblick auf die Umsetzung von Maßnahmen der Verlagshäuser folgende Ergebnisse festgestellt:
- Zum Thema Portfoliobereinigung gab fast ein Drittel der Verlage an, Printtitel einzustellen
- Für den Bereich Anzeigen forcieren zwei Drittel der Verlage eine gemeinsame Vermarktung von Print und Online
- Im Bereich Vertrieb stehen Dialog-Marketing, Copypreiserhöhungen sowie eine verstärkte Abo-Gewinnung auf der Agenda
- Der Bereich Digitale Medien soll bei über 80 Prozent der Verlage weiter ausgebaut werden
- Planungen für eine Zusammenlegung von Redaktionen in Print und zwischen Print und Online bestehen bei rund der Hälfte der befragten Verlagshäuser
- Die Zentralisierung von Bereichen spielt insbesondere in dem Bereich Personal, IT und Finanzen eine Rolle.
Die Studie kostet 49 Euro.
