Unsichtbare Marktpotenziale mit Kaufkraftdaten erschließen Jetzt zum Webinar anmelden
Eigene Daten zeigen oft nur einen Teil des Bildes. Erfahren Sie, wie Kaufkraft-, Markt- und Regionaldaten zusätzliche Perspektiven auf Kunden, Regionen und Standorte eröffnen. Anhand konkreter Praxisbeispiele lernen Sie, wie sich bislang verborgene Marktpotenziale erkennen und gezielter nutzen lassen.
Jetzt zum Webinar anmelden
Was ist Deine Digitalagentur wert? Agenturwert berechnen
Sechs Zahlen aus der BWA genügen, um herauszufinden, was aktuell Deine Agentur wert ist und welche Faktoren den Wert beeinflussen.
Agenturwert berechnen

November 2026 · Unser Geburtstagsgeschenk

35 Jahre iBusiness.
Im November alles frei lesen.

Zum Jubiläum öffnen wir alle iBusiness-Inhalte: vom 1. bis 30. November, für alle, ohne Anmeldung und ohne Bezahlschranke.

Alle Inhalte im November kostenlos
Heute frei lesen. Morgen nichts verpassen.

Registrieren Sie sich kostenlos und abonnieren Sie anschließend den iBusiness-Newsletter. So bleiben Sie bei den Themen auf dem Laufenden, die für Sie zählen.

Das Newsletter-Abo erhalten Sie im Rahmen der kostenlosen Registrierung.

Computer im Unterricht machen die Schüler nicht automatisch schlauer

20.03.2015 Der Einsatz von Computern im Schulunterricht bewirkt im Durchschnitt keine besseren Ergebnisse der Schüler in Mathematik und Naturwissenschaften. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie des IFO-Institutes. Doch die Effekte sind komplex - und durchaus positiv.

Was Schüler mit ihrem Handy in der Schule machen (Bild: Bitkom)
Bild: Bitkom
Was Schüler mit ihrem Handy in der Schule machen
"Aber hinter diesem Durchschnittseffekt verstecken sich entgegengesetzte Wirkungen", erklärt Institutsleiter Ludger Wößmann . "Werden Computer zur Informationsbeschaffung und zur Ideensuche genutzt, steigen die Leistungen der Schüler. Werden die Rechner aber zum Einüben des Erlernten eingesetzt, sinken die Leistungen." Das IFO-Institut untersuchte die Mathematik- und Naturwissenschaftsleistungen von über 400.000 Viert- und Achtklässlern aus über 50 Ländern im internationalen Schülerleistungstest TIMSS ("Virtually No Effect? Different Uses of Classroom Computers and their Effect on Student Achievement  ).

Der durchschnittliche 'Null-Effekt' sei ernüchternd, aber häufig belegt. Neu ist das Ergebnis, dass er die Kombination aus positiven und negativen Teil-Effekten ist. Würden Computer also mehr zur Informationssuche und weniger für Übungszwecke eingesetzt, so ließen sich bessere Effekte des Computer-Einsatzes im Unterricht erzielen.

"Viele Befürworter erhoffen sich von computerbasierten Unterrichtsmethoden einen technologischen Durchbruch, der das Bildungswesen grundlegend revolutioniert", sagt Wößmann. "Unsere Befunde zeigen, dass eine qualitative Verbesserung des Unterrichts nur dann eintreten wird, wenn der Computereinsatz auf sinnvolle Anwendungen mit echtem Mehrwert fokussiert wird." Allerdings: Mögliche Effekte auf die Fähigkeit, mit Computern umzugehen, wurden nicht untersucht. Die Ergebnisse beziehen sich auf Auswirkungen auf Schülerleistungen in den klassischen Unterrichtsfächern.

Diese Ergebnisse sind deshalb wichtig, weil viel Geld in die Ausstattung von Schulen mit Computern und Internetzugang investiert wird. Befürworter erhoffen sich von computergestützten Unterrichtsmethoden, die traditionellen Frontalunterricht ablösen, wesentliche Verbesserungen der schulischen Leistungen. Die Autoren der ifo-Studie interpretieren die Befunde so, dass der Einsatz von Computern zu Übungszwecken Unterrichtszeit raubt, die auf andere Weise - etwa mit traditionellen Lehrmethoden - besser eingesetzt wäre. Im Gegensatz dazu scheint die Unterrichtszeit vergleichsweise zielführend genutzt zu werden, wenn Computer zur Suche von Informationen und Ideen genutzt werden.

Um zu den empirischen Ergebnissen zu gelangen, nutzten die Autoren moderne mikroökonometrische Methoden, die es erlauben, über die Beobachtung reiner Korrelationen hinaus näher an die Schätzung kausaler Effekte zu gelangen. Die gefundenen Effekte sind insgesamt stärker für Kinder aus sozio-ökonomisch bessergestellten Haushalten und treten vor allem in entwickelten Ländern auf.
Neuer Kommentar  Kommentare:
Schreiben Sie Ihre Meinung, Erfahrungen, Anregungen mit oder zu diesem Thema. Ihr Beitrag erscheint an dieser Stelle.
Dienstleister-Verzeichnis Agenturen/Dienstleister zu diesem Thema:
Relation Browser Tags/Schlagwörter und Unternehmen: