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Schüler wollen mehr über Digitalthemen lernen

23.02.2015 Bei Kindern und Jugendlichen scheint große Unsicherheit im Umgang mit dem Internet zu bestehen. Denn fast alle Schüler wünschen sich mehr zusätzliche Digital-Themen als Unterrichtsstoff. Am stärksten nachgefragt werden rechtliche Grundlagen und Verhaltenstipps für das Internet. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

 (Bild: cherylt23/Pixabay)
Bild: cherylt23/Pixabay
Die große Mehrheit der Schüler wünscht sich, dass im Unterricht verstärkt über rechtliche Aspekte des Internets gesprochen wird. Zwei Drittel (68 Prozent) möchten mehr über Themen wie Urheberrecht und Bildrechte lernen. Jeder Zweite (51 Prozent) würde von seinen Lehrern gerne mehr über richtiges Verhalten in sozialen Netzwerken und Chats erfahren, 45 Prozent suchen Hilfe rund um Datenschutz, persönliche Einstellungen in sozialen Netzwerken und den Schutz der Privatsphäre. Nur 1 Prozent der Schüler wollen keine zusätzlichen Digital-Themen als Unterrichtsstoff.

Jeweils rund die Hälfte der Schüler wünscht sich, die richtige Bedienung von Programmen (53 Prozent) sowie die allgemeine Handhabung von Geräten wie Computer oder Beamer (47 Prozent) im Unterricht zu lernen. Nur etwas weniger wollen sich technische Grundlagen (44 Prozent) oder Wissen über die Erstellung einer Website (43 Prozent) in der Schule aneignen. Jeder Dritte würde von seinen Lehrern mehr Informationen dazu erwarten, wie man das Internet effektiv für Recherchen nutzt (34 Prozent). "Die Zahlen zeigen, dass es in den Schulen einen großen Nachholbedarf rund um die Nutzung moderner Technologien gibt. Das betrifft sowohl die Vermittlung von IT- und Medienkompetenz im Unterricht, als auch die Ausstattung der Schulen", sagt Bitkom-Vizepräsident Achim Berg.

Weitere Ergebnisse der Befragung   von 502 Lehrer der Sekundarstufe I befragt und 512 Schüler ab 14 Jahren anlässlich der Bildungsmesse Didacta   (24.-28. Februar) lauten:
  • Stationäre PCs und Notebook (99 bzw. 89 Prozent) und Beamer (98 Prozent) gehören zur digitalen Grundausstattung von Schulen. Whiteboards sind an sechs von zehn Schulen verfügbar. Dagegen sind Tablet Computer und EBook-Reader deutlich seltener vorhanden (18 bzw. 4 Prozent).
  • Nur jeder dritte Schüler gibt an, dass täglich Whiteboards oder PCs im Unterricht genutzt werden (35 bzw. 28 Prozent). Zum Vergleich: Die Fotokopie wird in 85 Prozent der Fälle an jedem Schultag ausgeteilt.
  • Jeder fünfte Schüler hält die IT-Ausstattung seiner Schule für unzureichend (20 Prozent). Lehrer schätzen die Rahmenbedingungen etwas besser ein: Nur 6 Prozent bewerten die technischen Voraussetzungen als unzureichend.
  • Viele Lehrer (66 Prozent) und Schüler (58 Prozent) bringen private Geräte für den Unterricht mit in die Schule.
  • Eine überwältigende Mehrheit der Lehrer gibt an, elektronischen Medien generell positiv gegenüber zu stehen (73 Prozent). Jeder Sechste bezeichnet sich selbst als Technik-Fan (17 Prozent). Bemerkenswert ist, dass auch Schüler ihren Lehren eine hohe Technikaffinität zuschreiben.
  • Die große Mehrheit der Schüler wünscht sich ein verpflichtendes Schulfach Informatik in den Klassen 5 bis 10 (75 Prozent). Auch viele Lehrer (73 Prozent) sprechen sich für den verpflichtenden Informatik-Unterricht aus.
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