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Social-Media-Studie: Gekaufte Postings schaden Kunden und Agenturen

02.02.2015 Gekaufte Postings durch PR-Sockenpuppen werden von der überwiegenden Mehrheit der Internet-Nutzer abgelehnt und schaden dem Image der Agenturen und ihrer Kunden. Dieses Ergebnis zeigt eine von Marktforscher IFES   im Auftrag des PR-Verbandes PRVA   durchgeführte Nutzerbefragung.

 (Bild: SXC.hu/cujinita (bearbeitet))
Bild: SXC.hu/cujinita (bearbeitet)
Die Ergebnisse sind eindeutig: Gekaufte Postings werden vehement abgelehnt. Nach Meinung der Nutzer werfen sie ein schlechtes Licht
auf die Agenturen, die für Unternehmen posten und auch auf die Unternehmen selbst.

Im Rahmen dieser im Dezember 2014 durchgeführten Online-Untersuchung wurden 1000 Personen, Internet-NutzerInnen im Alter zwischen 14 und 70 Jahren befragt. Zur Schärfung des Ergebnisprofils wurden konkrete Fragen zu Postings nur an jene gerichtet, die regelmäßig
Online-Zeitungen konsumieren - immerhin noch 707 Personen. Die Unterschiede im Verhalten und in den Einstellungen von Männern und Frauen sind gering, wie die Studie zeigt. Je älter die Befragten und je höher ihr Bildungsgrad umso kritischer ist allerdings die
Sichtweise.

Spielarten von Fake-Accounts bei Social-Media
Spielarten von Fake-Accounts bei Social-Media (Grafik: HighText Verlag)


Knapp zwei Drittel - 64 Prozent - der Befragten stimmen der Aussage "In Postings erfahre ich mehr darüber, wie andere Leute über ein Thema denken" sehr stark oder stark zu. Gleichzeitig geben aber 58 Prozent an, sie hätten bei manchen Postings den Eindruck, dass sie nicht echt seien. Immer noch jeder Dritte (32 Prozent) ist der Meinung "Die Postings kann man nicht ernst nehmen". Die Studienautoren führen die Ergebnisse auf die sich wandelnde Mediennutzung zurück: Habe man früher mehrere Zeitungen gelesen, um ausgewogene Information zu bekommen, holt man sich heute die zweite Meinung vermehrt über Postings. Umso mehr fühlt man sich betrogen, wenn man entdeckt, dass die Verfasser von Unternehmen bezahlte Dienstleister sind.

Gekaufte Postings schaden dem Image des Unternehmens


Wie stark die Ablehnung gekaufter Postings ist, lässt sich daran ablesen, dass 83 Prozent der Befragten sagen: "Gekaufte Postings führen die Leser hinters Licht." 79 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass gekaufte Postings ein schlechtes Licht auf die Firma werfen, für die gepostet wird. 73 Prozent teilen die Meinung, dass gekaufte Postings ein schlechtes Licht auf die Kommunikationsbranche im Allgemeinen werfen.
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