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Frauen in der IT: Eine Bewerberin auf sieben Kandidaten ist zu wenig

07.03.2019 Die Bitkom-Branche will mehr Frauen für IT-Positionen gewinnen, aktuell ist nur jeder siebte Bewerber (15 Prozent) auf eine Stelle für IT-Spezialisten weiblich. Außerdem studieren auch wieder weniger Frauen Informatik: 2017 nahmen 8.792 Frauen ein Erststudium im Fach Informatik auf - ein Minus von 1,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (8.966).

 (Bild: geralt / pixabay.de)
Bild: geralt / Pixabay.de
Das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von mehr als 500 Unternehmen der IT- und Telekommunikationsbranche im Auftrag des Digitalverbands Bitkom zur Homepage dieses Unternehmens Relation Browser macht deutlich, dass es auch in Zukunft schwer sein wird, mehr Frauen in die Branche zu bringen und zu halten. Doch das möchten die meisten Arbeitgeber der Branche nach Aussagen der Umfrage: 55 Prozent erklären, sich intern das Ziel gesetzt zu haben, den Frauenanteil unter den eigenen IT-Fachkräften steigern. Mit der Größe des Unternehmens steigt auch die Bereitschaft, mehr Frauen in IT-Positionen zu beschäftigen. Unter den Unternehmen mit 10 bis 49 Mitarbeitern hat sich jedes zweite (51 Prozent) intern das Ziel gesteckt, den Anteil weiblicher IT-Fachkräfte zu erhöhen, bei den Unternehmen mit 50 bis 199 Mitarbeitern sind es gut zwei Drittel (68 Prozent) und bei den Unternehmen ab 200 Mitarbeitern acht von zehn (80 Prozent). In den kommenden fünf Jahren wollen sie die Frauenquote unter den IT-Spezialisten auf durchschnittlich 25 Prozent steigern. Derzeit liegt der Anteil bei 17 Prozent.

Mehr Männer und weniger Frauen entscheiden sich für Informatikstudium

Mehr Frauen für IT-Positionen zu gewinnen, wird auch in Zukunft eine Herausforderung bleiben. Der Anteil weiblicher Informatik-Studierender ist zurückgegangen. Im Kalenderjahr 2017 nahmen 8.792 Frauen ein Erststudium im Fach Informatik auf - ein Minus von 1,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (8.966). Dagegen stieg die Zahl männlicher Studienanfänger von 30.052 (2016) um 1,3 Prozent auf 30.430 (2017). Damit sank 2017 die Frauenquote im Informatik-Erststudium auf 28,9 Prozent. Noch geringer ist die Quote bei den Absolventen: 2017 schlossen 26.394 Studierende ein Informatikstudium ab, lediglich jeder fünfte davon (19 Prozent) war weiblich. "Solange Frauen im Informatikstudium unterrepräsentiert sind und noch seltener überhaupt ihr Studium auch abschließen, werden es die Unternehmen weiter schwer haben, mehr IT-Spezialisten einzustellen", sagt Bitkom-Präsident Achim Berg'Achim Berg' in Expertenprofilen nachschlagen .

(Autor: Susanne Steiger )

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Personen: Achim Berg
Firmen und Sites: bitkom.de
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