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Werbeagentur BBDO klagt: "Konkurrenz durch Interaktive wird immer größer"
11.05.2007 Erst kürzlich hatte der Hamburger Internet-Dienstleister SinnerSchrader prophezeit, dass Interaktive den klassischen Werbern bei der Markenführung langfristig den Rang ablaufen werden. Der Fall BBDO Germany zeigt, dass diese Vision früher wahr werden könnte als vermutet.
Auch wenn mit Proximity bereits ein deutscher Interaktiv-Dienstleister zur Agenturgruppe gehört. Um der zunehmenden Online-Konkurrenz zu begegnen, will sich BBDO wiederum weitere Interaktiv-Kompetenz zukaufen. "Wir müssen uns verstärken", kündigt Poppema an. Die Werbeagentur beobachtet laut Handelsblatt "verschiedene Online-Anbieter, um sich noch 2007 ein junges, frisches Expertenteam in die Agentur zu holen".
BBDO-Chef Poppema ist nicht der erste Werbefachmann, der eine zunehmende Annäherung der Kernkompetenzen bei Interaktiv-Dienstleistern und klassischen Werbeagenturen bemerkt. "Die Lead-Agenturen der Zukunft werden Interaktiv-Dienstleister sein", prophezeite bereits Anfang März Matthias Schrader , Vorstandsvorsitzender der Hamburger SinnerSchrader AG (iBusiness berichtete). Er geht davon aus, dass Marken und Konsumenten immer interaktiver werden und es bei der Markenführung daher auch einen Dienstleister braucht, der im Interaktiv-Geschäft zu hause ist.
Auch aus den Reihen der klassischen Werbeagenturen war zuletzt eine wachsende Begeisterung für Online-Medien zu vernehmen. So ist Maurice Lévy , Vorstandsvorsitzender der internationalen Werbe-Holding Publicis überzeugt, dass Online- und Mobilwerbung klassischer Werbung langfristig das Wasser abgraben wird. "Ich bin kein Hellseher", erzählte der 64-jährige Werber im Februar den Business News . "Aber es ist gut vorstellbar, dass traditionelle Print- und TV-Werbung in einer Welt der digitalen und mobilen Medien keinen Platz mehr hat."
Wo sich klassische Werbeagenturen und Interaktiv-Dienstleister bei ihren Kompetenzen annähern und welche potenzielle Modelle es für die Lead-Agentur der Zukunft gibt, lesen iBusiness-Premium-Mitglieder exklusiv in Ausgabe 09/2006 des Multimedia-Trendletters iBusiness Executive Summary.
Zu: Werbeagentur BBDO klagt:
Für Gestalter von Webseiten und Programmierer existieren schon seit Jahren (1) weltweite Konkurrenten und (2) weltweite Möglichkeiten.
Da es nur relativ wenige Betriebssysteme und grundlegende Techniken (NET, Java) gibt, die Dienstleistungen aber ortsunabhängig erbracht werden können, existiert hier schon längst ein weltweiter Wettbewerb.
Ein Satz wie
> Konkurrenz durch Interaktive wird immer größer
wirkt auf mich wie der Wunsch nach einem Schneckenhaus - ich sehe meine Konkurrenten nicht auf Pitches.
