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Leadagentur der Zukunft: SinnerSchrader strukturiert um
30.04.2007 Mitte März hatte Matthias Schrader, Vorstandsvorsitzender des Hamburger Internet-Dienstleister SinnerSchrader, mit seiner Aussage für Aufsehen gesorgt, dass "die Leadagenturen der Zukunft Interaktiv-Dienstleister sein werden". Jetzt machen die Hamburger Ernst und zünden die nächste Stufe: SinnerSchrader strukturiert das komplette Unternehmen um, da "künftig weite Teile des Marketings digital stattfinden werden".
Mit der Umstruktierung reagiert das Unternehmen nach eigenen Angaben auf die sich verändernden Marktbedingungen, wie der Vorstandsvorsitzende Matthias Schrader gegenüber iBusiness verdeutlicht: "Wir sind fest davon überzeugt, dass weite Teile des Marketings zukünftig digital stattfinden werden." Durch die Umstrukturierung will SinnerSchrader sich als Leadagentur der Zukunft positionieren. Bereits Mitte März hatte Schrader erklärt, dass "die Lead-Agenturen der Zukunft Interaktiv-Dienstleister sein werden und klassische Agenturen langfristig nur noch eine dienende Funktion haben" (iBusiness berichtete). Die Umstrukturierung ist daher die logische Folge.
Für Bestandskunden wird sich vorerst nicht viel ändern. So bleiben Ansprechpartner und Projektteams auf Agenturseite unverändert. Dennoch hat die Umstrukturierung personelle Konsequenzen. Zum Mai steigt der 43-jährige Laurent Burdin , ehemals Geschäftsführer bei der klassischen Werbeagentur Springer & Jacoby bei SinnerSchrader ein. Dort übernimmt er die neu geschaffene Position des Geschäftsführers des Bereichs Beratung, zu der künftig auch die Web-2.0-Unit 'Online Conversations' gehört.
Zum Geschäftsführer 'Technik' wird Holger Blank bestellt, der bisher Geschäftsführer des Bereichs 'Neue Informatik' war. Für den neuen Bereich 'Kreation' wiederum suchen die Hamburger noch einen leitenden Angestellten. Malte Blumenthal , bisher Geschäftsführer der 'Studios', wiederum hat das Unternehmen verlassen und das Start-Up Tempodome gegründet.
Wie Schrader betont, ist die Neuausrichtung keine operative, sondern eine strategische Entscheidung. SinnerSchrader hat im ersten Geschäftshalbjahr 2006/2007 hat SinnerSchrader einen Gewinn von 500.000 Euro erzielen können. Auch im New Media Service Ranking sind die Hamburger weiter in den Top-Ten vertreten.
Im Jahr 2006 konnte der Dienstleister seinen Honorarumsatz im Vergleich zum Vorjahr um zwölf Prozent steigern, was Platz sechs bedeutet (Vorjahr: Platz fünf). Im Vergleich zu Konkurrenten wie Pixelpark (Wachstum: 26,1 Prozent) und Syzygy (26,2 Prozent) konnten die Hamburger aber vergleichsweise nur moderat zulegen.
