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Angst vor Datenmissbrauch bei Verbrauchern gestiegen

10.02.2021 62 Prozent der Deutschen haben Bedenken, dass ihre Daten ungewollt an Dritte weitergegeben werden. Homeoffice, Lernen auf Distanz und Co. haben die Debatte um Datenschutz und -sicherheit bei digitalen Serviceanbietern neu angefacht.

 (Bild: Pixabay)
Bild: Pixabay
Die Corona-Pandemie bringt in vielen Bereichen einen positiven Digitalisierungsschub mit sich. Die vermehrte Nutzung von Tools und Software für das Arbeiten im Homeoffice oder das Lernen zu Hause geht jedoch mit einem Anstieg der Cyber-Attacken einher. So warnt das Bundesministerium für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in seinem aktuellen Lagebericht vor Gefahren für die IT-Sicherheit in Deutschland infolge der Corona-Krise.

Anbieter digitaler Services stehen gerade wegen möglicher Sicherheitslücken immer wieder in der Kritik. Betrüger können diese Schwachstellen ausnutzen und den Schutz personenbezogener Daten gefährden. Das verunsichert Verbraucher in Deutschland. Sie sehen großes Verbesserungspotenzial bei Datenschutz und Transparenz, wenn es um die Datenverwendung (34 Prozent) geht. Das zeigt eine aktuelle Umfrage der Deutschen Gesellschaft für Qualität (DGQ) zur Homepage dieses Unternehmens Relation Browser .

Datenmissbrauch bereitet Verbrauchern Bauchschmerzen

Neben der unerlaubten Weitergabe ihrer Daten macht den Deutschen vor allem Sorge, dass ihre Daten für Zwecke verwendet werden könnten, denen sie nicht zugestimmt haben (56 Prozent). Datendiebstahl rangiert mit 43 Prozent auf Platz 3 der größten Bedenken beim Datenschutz. Die allgemeine Skepsis der Deutschen zu diesem Thema zeigt sich noch bei weiteren Aspekten. So sind 38 Prozent der Ansicht, dass digitale Serviceanbieter unnötig viele Daten abfragen.

Für 37 Prozent sind intransparente Angaben zur Verwendung ihrer Daten ein No-Go. In diesem Zusammenhang wird gerade in Zeiten von Corona, in denen alle vermehrt auf digitale Services angewiesen sind, immer wieder Kritik laut. Die Bedenken betreffen in der DGQ-Umfrage vor allem die Speicherung der Daten auf ausländischen Servern (35 Prozent), das Ausspionieren der Daten beim Serviceanbieter (35 Prozent) sowie eine unzureichende Verschlüsselung der Daten (34 Prozent).

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Banken und Versicherungen genießen Vertrauen

Für fast zwei Drittel der Befragten ist Datenschutz ein maßgebliches Kriterium digitaler Serviceangebote (61 Prozent). Ihnen ist wichtig, dass Serviceanbieter dieses Thema ernst nehmen. Am meisten vertrauen die Deutschen hierbei Banken und Finanzdienstleistern (43 Prozent), gefolgt von Unternehmen aus dem Gesundheitssektor (34 Prozent) und der Versicherungsbranche (33 Prozent).

Einen schlechten Ruf in Sachen Schutz personenbezogener Daten haben bei den Befragten Soziale Netzwerke und Messenger (6 Prozent), Suchmaschinen (7 Prozent) sowie Elektronikanbieter (9 Prozent). Hier lässt sich zum einen eine Verknüpfung zur Speicherung der Daten im Ausland herstellen. Viele Vertreter dieser Branchen haben ihren Sitz schließlich nicht in Deutschland.

Zum anderen scheint eine grundsätzliche Skepsis gegenüber Unternehmen zu herrschen, deren Geschäftsmodell rein auf digitalen Services basiert. Um das Vertrauen der Verbraucher zu gewinnen, müssen Anbieter digitaler Services in Sachen Datenschutz also dringend nachbessern. Hierbei helfen neben Transparenz bei der Datenverwendung verständliche Informationen zu den Maßnahmen, die zur Absicherung der Daten vor dem Zugriff Dritter ergriffen werden.

(AutorIn: Christina Rose )

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