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Second Screen hilft angeblich gegen Zapping

19.08.13 Wir trinken uns die sinkende Aufmerksamkeit schön: "Second Screen erweist sich als probates Mittel gegen Zapping, wobei Tablet-Nutzer noch stärker vom Umschalten abgehalten werden als Smartphone-User", jubelt Studienauftraggeber, TV-Werbevermarkter SevenOne Media zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser , über das 'Mobile Barometer', das gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Interrogare durchgeführt worden ist.

Befragt wurden knapp 600 iPhone- und Android-Besitzer. Erste Erkenntnis betrifft die Frage, welches Second Screen-Device vor dem Fernseher zum Einsatz kommt. Ergebnis: Wer beides besitzt, nutzt die Geräte mit je rund 40 Prozent gleichmäßig häufig. Knapp 20 Prozent entscheiden je nach Situation, welches Gerät als Second Screen genutzt wird. Und nur fünf Prozent verzichten während des Fernsehens auf Tablet oder Smartphone. Doch jeweils über die Hälfte der Besitzer hat eines der Geräte täglich während des Fernsehens neben sich liegen.

Tabletnutzer recherchieren mehr zu Produkten aus der Werbung
Smartphone oder Tablet werden beide in erster Linie zur Kommunikation genutzt: Smartphones dabei häufiger zum SMS schreiben (77 Prozent, Tablet 56 Prozent), Tablets vermehrt für Emails (74 Prozent; Smartphone 65 Prozent). Geht es um die weiterführende Recherche zu Programm oder Werbung, sind die Nutzer mit dem Tablet deutlich aktiver: Sie recherchieren mehr zusätzliche Informationen zum TV-Programm (42 Prozent vs. 26 Prozent) sowie zu Produktinformationen aus der Werbung (41 Prozent vs. 20 Prozent).

Rund ein Viertel gibt an, sich über das Device intensiver mit dem TV-Programm zu beschäftigen (Smartphone: 23 Prozent, Tablet: 30 Prozent). Außerdem werden die Nutzer oft auch erst durch das Zweitgerät auf bestimmte Programminhalte aufmerksam: 34 Prozent der Smartphone-Nutzer und sogar 38 Prozent der Tablet-Nutzer erhalten durch ihr Mobilgerät auf dem Couchtisch Impulse, zu einem bestimmten Programm zu wechseln. Tablets werden tendenziell häufiger zu Recherchezwecken eingesetzt, ob nun bei der Suche nach einem gehörten Musikstück (Smartphone: 58 Prozent; Tablet: 60 Prozent), nach Produkten aus der TV-Werbung (Smartphone: 58 Prozent; Tablet: 67 Prozent) oder Produkten aus dem TV-Programm (Smartphone: 56 Prozent; Tablet: 73 Prozent).

Die mobilen Geräte kommen beim Fernsehen vor allem dann zum Einsatz, wenn die Zuschauer alleine vor dem Fernseher sitzen (mind. gelegentlich: Smartphone: 84 Prozent, Tablet: 88 Prozent) oder das Programm nicht selbst bestimmen können (Smartphone: 76 Prozent, Tablet: 81 Prozent). Nur etwa die Hälfte der Befragten nutzen ein Mobilgerät, wenn sie mit anderen zusammen fernsehen (Angabe: mind. gelegentlich; häufig: 12 Prozent der Smartphone-Nutzer, 17 Prozent der Tablet-Nutzer).

Bei der Frage, was sich die Interviewten an neuen Second Screen-Features wünschten, rangieren Informationen und Hintergründe zum Programm an erster Stelle. Nach "anderes Interessantes im TV" folgt bereits die Steuerung des TV-Gerätes an dritter Stelle. Besonders reizvoll erscheint den Nutzern auch die Möglichkeit, in TV-Shows die Blickwinkel der Kamera auszuwählen.

Über die Aufmerksamkeit, die TV-Nutzer überhaupt noch der TV-Unterbrecherreklame entgegenbringen, während sie gerade in der Werbepause twittern oder facebooken, sagen die Studienautoren allerdings nichts. Ist wohl auch besser so.

(Autor: Joachim Graf )

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