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Ärger für Yasni und 123people
19.12.2008 Über die seit 2007 am Markt agierenden Personensuch-Portale Yasni und 123people kocht eine Diskussion im Netz hoch. Der Vorwurf: Yasni etwa klaue Content und aggregiere daraus eigene Seiten, so dass Persönlichkeits- und Urheberrechte verletzt werden - und die Originale in Googles Suchindex nach ganz hinten verbannt werden.
Während also die Diskussion bei Xing auf Eis liegt, scheinen hinter den Kulissen einige Beteiligte aktiv zu sein. Noch Anfang Dezember fand iBusiness auf Yasni.de unter 'Steuerhinterzieher' noch personenbezogene Daten einer Person einschließlich Postadresse sowie Telefonnummer. Am 18. Dezember waren die Suchergebnisse für 'Steuerhinterzieher' deutlich anders - wenn auch auf eine Person verwiesen wurde, war nicht mit einem Klick ein Mensch mit voller Adresse und Telefonnummer als 'Steuerhinterzieher enttarnt'. Dennoch zeigte ein anderer Test, dass durchaus noch Namen mit 'Porno' kombiniert, zu Profilen von identifizierbaren Personen führen können.
Im Hintergrund sind offenbar Juristen mit dem Fall beschäftigt. Unklar ist auch, ob sich die beteiligten Personen mit Yasni zwischenzeitlich geeinigt haben.
Gleichwohl weht den Personensuchmaschinen derzeit auch in Österreich ein heftiger Wind um die Nase. Dort war Yasni vor kurzer Zeit gestartet. So hat inzwischen die ARGE DATEN - Österreichische Gesellschaft für Datenschutz angekündigt, rechtliche Schritte gegen Personensuchmaschinen einzuleiten. Im iBusiness-Gespräch macht ARGE-Obmann Dr. Hans G. Zeger deutlich, was er von den Personensuchmaschinen hält: "Es ist ziemlich eindeutig, das hier Verletzungen der Rechte von Personen stattfinden, im wesentlichen der Privatsphäre", sagt Zeger. Zudem ist auch er mit der 'Neu-Kreation' von Content nicht einverstanden: "Selbst wenn etwas zulässigerweise im Netz veröffentlicht wurde, darf nicht automatisch jemand anderes das verwenden." Das Problem sei, dass Dienste wie die US-Personensuchmaschine 123people auch personenbezogene Informationen anbieten, ohne, dass die jeweils Betroffenen dort einen Account haben.
Zeger verweist auf Personensuchmaschinen wie Peoplesearch.com , die Vorreiter bei diesem Business waren. "Die haben den Leuten damit soviel Ärger gemacht, dass die dann entnervt kostenpflichtige Löschdienste bei denen bestellt haben", sagt er. Derzeit habe man in den aktuellen Fällen in Österreich noch nicht verifizieren können, dass zusätzlich zu auffindbaren Personenangaben auch Daten erfunden werden. Aber es stehe fest, dass Kombinationen erzeugt oder generiert würden, bei denen der erste Eindruck flüchtiger Nutzer nur ein negativer sein könne. Dagegen werde sich ARGE in Österreich wehren. Es bleibt momentan abzuwarten, inwieweit die derzeit in beiden Ländern geführten Diskussionen und Auseinandersetzungen zu Kompromissen führen werden. Vielleicht klärt sich die Lage Anfang des kommenden Jahres.
Am: 19.12.2008
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Meiner Meinung nach, sollten dort nur *nach* einer Anmeldung Daten von mir zu finden sein. Die meisten Menschen wissen einfach nicht, was dort wie angezeigt wird. Aber das System hätte natürlich keinen erfolg, wenn sich Leute erst anmelden müssen.
Ich habe, wie auch schon Gunnar Tillmann (http://www.gunnart.de/tipps-und-tricks/service-den-die-welt-nicht-braucht/) nun ein Logo auf meinem Blog (http://www.kreativ-projekt-blog.de/2008/12/15/aktion-keine-aufnahme-in-yasni-123people-und-anderen-personensuchmaschinen/) stehen, um mich gegen Yasni und Co. zu wehren. Das interessiert zwar die Personensuchmaschinen nicht aber wenigstens machen wir damit andere auf diesen Umstand aufmerksam ...
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Auf der einen Seite wird bei Xing & co digitaler Exhibitionismus betrieben und auf der anderen Seite beschweren sich dann die Exhibitionisten, wenn ihre *freigegebenen* Inhalte dann in Suchmachinen gefunden werden.
Zu: Ärger für Yasni und 123people
Wenn ich Texte und Bilder ins Internet stelle, habe ich damit der ganzen Welt das Recht gegeben, sie zu lesen und zu betrachten. Ich habe aber niemandem das Recht gegeben, meine Geistesprodukte zu plündern und Geschäfte damit zu machen.
