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Digital Reputation: Nutzer von Social Networks wollen mehr Kontrolle

06.06.2008 Unterschiedliche Studien bestätigen es: Viele Nutzer von Social Networks gehen zu sorglos mit ihren privaten Daten, Fotos und Videos um. Eine Studie im Auftrag der britischen Regulierungsbehörde zeigt, dass viele Internet-Nutzer eine strengere Kontrolle durchaus befürworten.

 (Bild: SXC.hu/Davide Guglielmo)
Bild: SXC.hu/Davide Guglielmo
Laut einer Studie des Marktforschungsunternehmen Ipsos Mori   im Auftrag der britischen Regulierungsbehörde Press Complaints Commission   (PCC) fürchten Internetnutzer negative Auswirkungen durch die Veröffentlichung peinlicher Inhalte in Social Networks wie beispielsweise Party-Fotos, Handy-Clips oder ähnliches.

Daher bewerten neun von zehn britische Social Networker strengere Regulierungsmaßnahmen für die Inhalte als sinnvoll. Etwa acht Prozent der 1.000 befragten Nutzer sind offenbar schon einmal durch kompromittierende Inhalte in Verlegenheit gebracht worden. Eine zentrale Beschwerdestelle, so die Studienautoren, zählt zu den häufigsten Forderungen der Nutzer. "Es nütz in dieser Hinsicht nicht viel, dass jedes Social-Networking-Portal über eigene Nutzungsbedingungen verfügt", kritisiert Christopher Meyer , Vorsitzender der PCC. Außerdem möchten offenbar 78 Prozent der Nutzer Informationen zu ihrer Person, die im Internet einsehbar sind, am liebsten überarbeiten und somit unerwünschten negativen Konsequenzen vorbeugen.

Vor allem bei der Suche nach einem Arbeitsplatz oder dem nächsten Karriereschritt können kompromittierende Fotos oder Videos ein KO-Kriterium für den Bewerber sein. Immer mehr Arbeitgeber und Personalverantwortliche recherchieren über Bewerber im Netz.

Auf den Mißbrauch von persönlichen Daten durch einen allzu sorglosen Umgang, hat schon zum Ende letzten Jahres die europäische Netzwerk- und Informationsagentur ENISA   in einem Positionspapier hingewiesen und für Betreiber sozialer Netze sowie für Politiker eine Liste der 15 Hauptrisiken und Sicherheitslöcher sozialer Netzwerke zusammengestellt (iBusiness berichtete)
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