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SEO: Fünf Beobachtungen zum Googles Freshness-Update

11.11.2011 Die SEO-Agentur Bloofusion   hat Googles Freshness Update untersucht und ist zu fünf Schlussfolgerungen gekommen, die sich daraus für Webseitenbetrieber ergeben.

Markus Hövener ist geschäftsführender Gesellschafter der Agentur und kommt in seiner Analyse   zu einigen Kern-Ergebnissen:

1. Aktuell schlägt nicht unbedingt statisch

Zunächst ist zu beobachten, dass aktuelle Ergebnisse nicht alle anderen Resultate verdrängen. Das sieht man z. B. gut bei "rücktritt". Denn für diese Anfrage gibt es das erste organische Ergebnis, das so rein gar nichts mit dem aktuellen Thema zu tun hat: Einen Fahrradladen.

Google sah sich aber hier - ebenso wie bei den anderen Testmengen - nicht genötigt, dieses statische Ergebnis durch ein aktuelles zu ersetzen. Das zeigt zum einen natürlich, dass Google keine klare semantische Vorstellung von den Ergebnissen hat, denn eine menschliche Suchmaschine hätte den Fahrradladen sicherlich noch hinten geschoben. Es zeigt aber auch, dass Aktualität zwar vielleicht ein wichtiges Kriterium ist, aber eben keines, das alle anderen Relevanzkriterien überschreiben kann.

2. Schnell rein, schnell raus

Manche aktuellen Ergebnisse erscheinen nur ganz gelegentlich, andere halten sich vielleicht ein bis zwei Stunden und sind dann wieder weg. Andere wiederum halten sich ziemlich lange, verlieren aber - wohl wegen anderer aktuellerer Ergebnisse - nach und nach im Ranking.

3. Aktuell verdrängt statisch

Beim Vergleich von drei statischen Seiten zeigte sich, dass die Top-Position (Wikipedia) konstant bleibt. Die folgenden Kandidaten wandern aber auf den hinteren Positionen und werden durch die aktuellen Ergebnisse verdrängt.

4. The rich getting richer

Die Websites, die sich mit aktuellen Beiträgen in die statischen Seiten gedrängt haben, sind alles altbekannte Kandidaten: Spiegel Online  , FAZ  , Welt  , Zeit   - aber eben nicht die Emsdettener Volksnachrichten oder der Südbayerische Beobachter.
Jetzt handelt es sich bei den geprüften Suchbegriffen Beiträgen auch eher um Mainstream-Themen. In absoluten Nischenmärkten mag das unterschiedlich sein. aber dort ist das Suchvolumen dann auch wieder nicht so relevant.

5. Google hat immer noch einen weiten Weg vor sich

Wer sich die Suchergebnisse für "vulkanausbruch" anschaut, wird dort viele Seiten finden, die nichts mit dem aktuellen Vulkanausbruch (El Hierro) zu tun haben: Google kann seine Algorithmen also noch deutlich verbessern.

Fazit: Aktualität ist nicht das alles übertönende Kriterium

Bei der Analyse der Suchergebnisse fällt vor allem auf, dass es nicht mehr die Rankings gibt. Von Minute zu Minute können sich die Ergebnisse voneinander unterscheiden.

Das führt natürlich vor allem dazu, dass Auswertungen von SEO-Tools relativ sinnlos sind. Man kann zwar argumentieren, dass über die Vielzahl an Suchbegriffen und Messpunkten diese Abweichungen zumindest gleichverteilt vorkommen sollten, aber das macht es nicht wirklich besser. Die Auswertungen zeigen aber auch, dass die aktuellen Ergebnisse, die eingestreut werden, die statischen zwar teilweise verdrängen, aber eben auch nicht unbedingt dominieren. Die statischen Informationsseiten, die auf Position 1 waren, waren auch konstant dort zu finden. Die Aktualität ist also kein alles andere überschreibende Kriterium.
Mein persönlicher Eindruck ist, dass Google einen guten Weg geht.

Wenn es aktuelle Nachrichten gibt, werden diese in die Suchergebnisse eingeblendet, sind dort aber auch schnell wieder verschwunden. Wenn die Aktualität dann nicht mehr so gegeben ist, nehmen die statischen Informationen wieder deren Platz ein.
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