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Smartphone-Nutzung: Deutsche spielen am liebsten

01.12.2015 News lesen oder Musik hören? Nein, deutsche Smartphone-Nutzer verbringen die meiste Zeit auf ihren mobilen Endgeräten mit Spielen. Ein ganzes Drittel (34 Prozent) der Nutzungsdauer geht fürs Gaming drauf.

 (Bild: Unsplash/Pixabay)
Bild: Unsplash/Pixabay
Spiele sind damit die meistgenutzten Programme auf mobilen Geräten. Chatten, Posten oder Mailen folgen mit deutlichem Abstand auf Platz zwei: 22 Prozent der Nutzungszeit verbringen Smartphone- und Tablet-Besitzer mit Apps sozialer Netzwerke oder für Messaging. Das geht aus einer Auswertung von Yahoos   Mobile-Analytics-Dienst, Flurry Analytics in den zehn bevölkerungsreichsten Ländern Europas hervor. Laut der neuen Auswertung sind Produktivitäts-Apps mit 14 Prozent Anteil an der Nutzungsdauer die am dritthäufigsten verwendete Anwendungs-Kategorie, noch vor Musik-, Medien- und weiteren Unterhaltungs-Apps, auf die ein Zehntel der Nutzungszeit entfallen.

Parallelen zu den Italienern, Unterschiede zu den Briten

Gemessen an der Gewichtung der Zeitanteile nutzen Deutsche ihre Smartphones und Tablets ähnlich wie Italiener. Das Nutzungsverhalten unterscheidet sich dagegen deutlich von dem der Briten und Franzosen. In Großbritannien sind Messaging-Dienste die mit Abstand meistgenutzte App-Kategorie. Auf sie entfallen 41 Prozent der Nutzungsdauer. Mit Spiele-Apps verbringen die Menschen jenseits des Ärmelkanals hingegen nur 22 Prozent ihrer Zeit am Smartphone oder Tablet, mit Produktivitäts-Apps zwölf und mit Musik- und anderen Unterhaltungs-Programmen elf Prozent.

Am weitesten verbreitet sind in allen untersuchten Ländern nach wie vor mittelgroße Geräte mit Bildschirmdiagonalen von 3,5 bis 4,9 Zoll. In Deutschland gehören 58 Prozent der mobilen Geräte dieser Größenordnung an. Kleinere Geräte spielen kaum noch eine Rolle. Dafür setzen sich Phablets weiter durch. Flurry Analytics zählt dazu Geräte mit 5 bis 6,9 Zoll Bildschirmdiagonale. Jedes fünfte mobile Gerät in den untersuchten Ländern ist mittlerweile ein Phablet. In Deutschland sind Phablets mit 29 Prozent Marktanteil überdurchschnittlich verbreitet. Am beliebtesten sind Geräte dieser Größenklasse in Spanien (37 Prozent).

In Deutschland besitzen gut drei Viertel ein Smartphone oder Tablet

Was die Verbreitung von mobilen Geräten angeht, steht Deutschland im Vergleich an fünfter Stelle. 77 Prozent der Menschen hierzulande benutzen ein mobiles Gerät, das entspricht in absoluten Zahlen 64 Millionen. Spitzenreiter sind die Schweden. In dem nordeuropäischen Land kommen 1,5 mobile Geräte auf einen Einwohner, bei insgesamt 14,6 Millionen Geräten. Auf den Plätzen zwei bis vier folgen die Niederlande, Großbritannien und Frankreich. Italien steht mit einer Marktdurchdringung von 66 Prozent ganz hinten.

Was die Auswertung von Flurry Analytics auch zeigt: Im europaweiten Vergleich nimmt die Nutzung mobiler Geräte in Deutschland eher wenig zu. Sie ist gemessen an den registrierten App-Sitzungen im Vergleich zum Vorjahr um 28 Prozent angestiegen. Am stärksten zugelegt hat die Nutzung in Spanien und Frankreich mit einem Plus von 66 beziehungsweise 63 Prozent.

Flurry Analytics wird von Entwicklern in den Programmiercode von Apps integriert, um das Nutzerverhalten auszuwerten. In Europa wird mit Flurry Analytics die Nutzung von 725.000 Apps auf 564 Millionen mobilen Geräten gemessen.
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