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6 von 10 Deutsche haben Angst vor Cyberkriegen

12.02.2019 55 Prozent der Deutschen fordern digitale Gegenangriffe bei staatlichen Cyberattacken.

 (Bild: ThePixelman)
Bild: ThePixelman
Der Strom fällt aus, der öffentliche Verkehr steht still und Regierungsnetzwerke sind infiltriert - das sind mögliche Szenarien eines Cyberkriegs. Sechs von zehn Internetnutzern (58 Prozent) in Deutschland haben davor Angst. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom   unter mehr als 1.000 Internetnutzern in Deutschland. Danach glaubt die Mehrheit der Nutzer (56 Prozent), dass staatliche Konflikte künftig zunehmend in Form von Cyberattacken ausgetragen werden. Fast jeder Fünfte (19 Prozent) meint, dies werde auf jeden Fall so eintreffen.

Die Mehrheit befürwortet digitale Gegenangriffe

Die Mehrheit der Internetnutzer ist der Meinung, dass sich Deutschland auf mögliche Cyberkriege vorbereiten und auch Gegenangriffe starten müsse. 55 Prozent der Internetnutzer sagen: Im Falle eines Cyberangriffs sollte Deutschland selbst aktiv mit Cyberattacken zurückschlagen. Darüber hinaus fordern zwei Drittel (67 Prozent) Investitionen in die Sicherheit kritischer Infrastrukturen, wie zum Beispiel in Krankenhäuser, die Energieversorgung oder den öffentlichen Verkehr.

Ähnlich viele (66 Prozent) befürworten die Gründung eines digitalen Katastrophenschutzes. Fast die Hälfte (44 Prozent) wünscht sich Cyber-Bündnisse mit anderen Staaten, etwa in Form einer Cyber-NATO. Drei von zehn (29 Prozent) erwarten Investitionen in eigene Cyberabwehr-Einheiten, zum Beispiel der Bundeswehr. Und immerhin 13 Prozent fordern Notfallschulungen, mit denen die Bevölkerung für den Ernstfall vorbereitet wird. Demgegenüber sagt jeder Vierte (24 Prozent), Deutschland solle sich nicht für einen Cyberkrieg rüsten oder vorbereiten.
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