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Cyberwar-Szenarien: Wie der verborgene Krieg uns alle verändern wird

27.04.2016 Cyberwar ist die Kriegsführung der Zukunft - er erschafft eine neuartige Gefahr für Staaten und Unternehmen: Die Attacke, von der die Angegriffenen nichts mitbekommen. Vier Szenarien, wie der virtuelle Krieg die Welt verändern wird.

Der Krieg der Zukunft läuft gegen Kontrahenten, die nicht merken, dass sie angegriffen werden (Bild: ThePixelman)
Bild: ThePixelman
Der Krieg der Zukunft läuft gegen Kontrahenten, die nicht merken, dass sie angegriffen werden

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TL;DR
Es entstehen immer mehr im Cyberwar angreifbare Strukturen; das wird eine wachsende Zahl von Attacken provozieren - doch nicht alle davon werden publik werden
Cyberwar ist vor allem aus einem Grund die Kriegsführung der Zukunft; und dieser Grund lautet nicht, dass er technisch-fortschrittlich ist oder dass dabei vergleichsweise wenig an Menschenleben und Gegenständen zerstört werden. Er ist effektiv: Man stelle sich einen Krieg vor, bei dem die Gegenseite nicht weiß, wer sie überhaupt angegriffen hat. Das ist nicht mal ansatzweise das, was Cyberkrieg leisten kann. Richtig gemacht, weiß die Gegenseite nicht einmal, dass sie angegriffen wurde oder aktuell sogar noch angegriffen wird.

Das kann dann so aussehen, wie jener Vorfall vom September 2010, der als Gamechanger des Cyberwars gelten darf: Mittels der Schadsoftware Stuxnet gehen Cyber-Angreifer gegen ein iranisches Atomkraftwerk vor. Dabei ändern die Cyber-Krieger 1.) die Drehzahlen von Zentrifugen minimal und sorgen 2.) dafür, dass die Tourenzähler auf den Kontrolltafeln diese Änderung nicht ausweisen. Dieser kleine Eingriff genügt, um den Verschleiß der betroffenen Zentrifugen so dramatisch anzukurbeln, dass sie reihenweise kaputt gehen, die iranischen Techniker konnten lange Zeit nur ahnungslos daneben stehen und würden es heute noch tun, hätte nicht doch irgendwann ein IT-ler die Infiltration entdeckt.

Angriffe aus dem Web sind längst nicht mehr ein exklusives Tool für schmierige Ganoven, die ahnungslosen Computer-Laien per Mail-Attachement die Kontodaten abzocken. Sie sind zu einem Werkzeug im Cyberwar geworden, sind die Fortführung des Krieges im wortwörtlichen, zwischenstaatlichen Sinne mit anderen Mitteln. Wenn sogar im chronisch digital hinterherhinkenden Deutschland die Bundeswehr   offiziell auf Plakatwänden Nachwuchs für ihr 'Projekt Digitale Kräfte' sucht, so ist das Thema auf der digitalen Agenda der Nationen weltweit angekommen. Doch wie wird der Cyberwar der Zukunft aussehen? Dazu hilft der Blick auf Schlachten und Scharmützel der Vergangenheit, egal ob nun von offiziellen, staatlichen Kombattanten oder von privat agierenden Cyberkriminellen ausgetragen.
Eine Chronologie der wichtigsten Cyber-Attacken
April 2009Cyberspione aus China stehen im Verdacht, die Daten eines neuen US-Kampfjets gestohlen zu haben.
Juli 2009In den USA und Südkorea werden Seiten des Außen- und Verteidigungsministeriums sowie des Geheimdienstes lahmgelegt. Die USA schreiben die Attacke Nordkorea zu.
April 2010US-Experten wollen ein Spionagenetz im Web gefunden haben, das Indiens Regierung, den Dalai Lama und die Vereinten Nationen ausgespäht hat. Das beschuldigte China weist die Vorwürfe zurück.
September 2010Die Schadsoftware Stuxnet infiziert ein iranisches Atomkraftwerk und beschädigt mit einem ausgeklügelten Vorgehen zahlreiche Zentrifugen in kurzen Intervallen so, dass es nach Verschleiß aussieht.
März 2011Hacker stehlen 24.000 Datensätze des US-Verteidigungsministeriums - offizielle US-Angaben schreiben die Attacke einem ausländischen Geheimdienst zu.
Juni 2011Hacker spionieren private Postfächer von US-Regierungsmitarbeitern, chinesischer Regimegegner, Journalisten, Militärs und Amtsträgern aus Südkorea aus, laut Google führt die Spur nach China, wo man die Beteiligung bestreitet.
Juni 2011Es wird ein Cyberangriff auf das System des Internationalen Währungsfonds bekannt, in dem Auskünfte zur Finanzlage verschiedener Länder gespeichert sind.
Juni 2012Hacker haben die offiziellen Websites des G-20-Gipfels im mexikanischen Los Cabos lahmgelegt. Zu dem Angriff bekannte sich die Gruppe Anonymous Hispano, die damit offenbar gegen die zweitägige Konferenz protestieren wollte.
Oktober 2012Vor dem Griechenland-Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel knacken Anonymous-Hacker mehrere Internetseiten der griechischen Regierung
Februar 2013Bei der US-Notenbank Fed haben Computerhacker kurzzeitig Zugriff auf interne Webseiten, angeblich folgenlos.
Oktober 2013Cyber-Angreifer stehlen bei Adobe 38 Millionen Kundendaten.
August 2014Bei Einbrüchen in über 400.000 Websites und FTP-Server erbeuten russische Hacker mehr als eine Milliarde Passwörter. Der vielleicht größte Hack der Geschichte bis dahin.
Dezember 2014Eine Kanzlerinnen-Vertraute wird Spähangriff-Opfer. Die verwendete Cyberattacken-Software finde sich laut Experten auch im amerikanischen und britischen Geheimdienst.
Dezember 2014In Südkorea erfolgt ein Hackerangriff auf den nationalen Atomkraftwerk-Betreiber, die Regierung stellt die Verteidigungsmaßnahmen auf den Prüfstand.
Dezember 2014Beim mittlerweile berüchtigten Sony-Hack kommen dem Unternehmen bergeweise sensible Daten wie komplette Filme, vertrauliche E-Mails, Business-Pläne und Gehaltsabrechnungen abhanden.
April 2015Mit einer angeblichen von der UN stammenden Mail beginnt ein Hackerangriff auf den Bundestag, bei dem Unbekannte wochenlang das Netz des Parlaments auskundschaften und massenweise Daten stehlen - Vorwürfe gegen russiche Geheimdienstkreise sind bis dato nicht bewiesen.
Juli 2015Die Spionage-Firma Hacking Team  , die auch an autoritäre Regime liefert, wird selbst gehackt - die Täter veröffentlichen unter lautem Gejohle der Medien und sozialen Medien kiloweise Daten.
August 2015 Die Hackergruppe The Impact Team macht 25 Gigabyte geschäftliche und Nutzerdaten des Seitensprungportals Ashley Madison öffentlich
Sommer 2015Zwei Hacker demonstrieren für das Magazin Wired  , wie man über das Entertainment-System eines vernetzten Autos dessen Stereoanlage voll aufdrehen und die Bremsen lahmlegen kann.
März 2016Bei einem Hackerangriff mit vermutetem Ursprung in Pakistan entwenden Unbekannte persönliche Identifikationsdaten von 160 indischen Militärfunktionären.
April 2016In der Türkei entwenden Hacker über 50 Millionen Ausweisdaten. Spuren führen nach Russland, mit dem die Türkei wegen des Syrienkonflikts eher frostige Beziehungen unterhält.
Die Entwicklung zeigt, dass virtuelle Angriffe schon lange viel mehr sind als Hacker-Streiche; vielmehr haben sie sich zu großangelegter Kriminalität und aggressiven Staatsakten transformiert - mit manchmal unscharfem, manchmal fließendem Übergang.
  • Die Qualität der Schadensfälle ist ins Unendliche gewachsen: Wurden früher ein paar Nutzern die Zugangsdaten abgezockt, kommen jetzt mal einer ganzen Nation die Ausweisdaten abhanden
  • Hacker/Cyberkrieger schielen verstärkt auf Identifikationsdaten offizieller Würdenträger
  • Die Urheber der meisten Attacken bleiben entweder komplett im Dunkeln oder entziehen sich zumindest dem finalen Nachweis
  • Neben Datenbanken rücken vermehrt Infrastrukturen (Atomanlagen) ins Visier der Angreifer. Dabei macht der Fortschritt des Internets-der-Dinge manche Attacken überhaupt erst möglich (auf Autos)
Heute, im Jahr 2016, stellt sich der Cyberkrieg als ein Instrument dar, das Grenzen verwischt: Zwischen mächtig und schwach, groß und klein oder privat und staatlich - zum anderen hat der Cyberwar dann wieder überraschend vieles mit dem herkömmlichen, schmutzigen Krieg gemeinsam. Sieben Trends geben die Richtung vor.

Die Zunahme unsichtbarer Attacken

Die reale, aber offenbar zu abstrakte Gefahr von Attacken aus dem Ausland macht den wenigsten Bürgern Angst.
Die reale, aber offenbar zu abstrakte Gefahr von Attacken aus dem Ausland macht den wenigsten Bürgern Angst. (Grafik: Allensbach)
Hacktivism will Schlagzeilen machen und Erpresser, wie die Verantwortlichen hinter Krypto-Trojaner Locky, knallen den Betroffenen offen Lösegeldforderungen vor den Latz. Beides bleibt hinter dem eigentlichen Zerstörerpotenzial von Cyberwar zurück: Der Heimlichkeit. Der kriminelle Cyberangriff wird zunehmend darauf setzen, heimlich Daten auszuspionieren, mit denen sich Konten und Banken leerräumen lassen - der staatliche Cyberwar wird seine Kontrahenten schädigen, ohne dass diese genau merken, was da in den Systemen abläuft. Siehe Stuxnet: Es gehen Zentrifugen kaputt - aber wieso bleibt schleierhaft, wenn nicht ein IT-Experte die Schadsoftware aufspürt. "Früher leuchtete der Bildschirm in allen Farben auf und ein Haufen Popups öffneten sich, wenn ein Rechner infiziert war", sagt Dirk Kollberg, Senior Security Researcher beim Sicherheitsunternehmen Kaspersky Lab  . "Heute eignen sich Cyberkriminelle unter dem Nutzerradar Administrator-Rechte an und beobachten beispielsweise in einer Bank erst einmal die Abläufe, um dann zuzuschlagen. Bei staatlichen Attacken trägt die Heimlichkeit des Angriffs ungemein zur Effizienz bei: Wie soll die angegriffene Nation sich wehren, wenn sie den Angriff gar nicht bemerkt?"

Und Udo Schneider, Security Evangelist beim Sicherheitsunternehmen Trend Micro   glaubt: "Die Zahl der Attacken wird deutlich zunehmen. Es ist aber eine andere Frage, ob die Zahl der entdeckten Attacken, von denen wir dann auch in der Presse lesen, zunehmen wird. Ein erfolgreicher Angriff im Cyberwar ist der, der nicht in den Schlagzeilen landet."

Die Grenze zwischen privat und Staat verschwindet

Staatliche oder private Rechner, ganze Infrastrukturen oder nur einzelne PCs: Es muss sich nicht um den Angriff eines anderen Staates handeln, damit staatliche Infrastrukturen zu Schaden kommen: "Schadsoftware verbreitet sich ohne Rücksicht auf Grenzen zwischen privaten und staatlichen Rechnern: Der Unterschied ist den Kriminellen zunehmend egal", sagt Kollberg. In der Folge lässt sich die von kriminellen Individuen getragene Cyberkriminalität immer weniger vom staatlichen Cyberwar unterscheiden.

Das nicht angreifbare System verschwindet

Aktuell wächst die angreifbare Infrastruktur rasant. Treiber sind ein immer größer werdendes Internet der Dinge und die Vernetzung von Menschen untereinander im Social Web. "Cyberangriffe kennen nicht mehr wirklich Grenzen", sagt Kollberg: "Man stelle sich den enormen wirtschaftlichen Schaden vor, gelänge es jemandem das Verkehrssystem zu hacken und alle Ampeln lahmzulegen. Und das wäre noch steigerbar, indem man etwa die Systeme der Finanzmärkte manipuliert, um Rohstoffpreise zu beeinflussen."

Paritätische Kriegsführung

In einem Cyberwar wird bis zu einem gewissen Grade die Gleichheit unter den Kombattanten hergestellt: Eine kleine Nation kann theoretisch genauso viel Schaden anrichten und die gleichen Gegner herausfordern wie es eine Weltmacht vermag - es kommt nicht auf die Zahl der Soldaten an oder die Stärke der Waffen, einige Server und gut ausgebildete Cybersoldaten reichen aus. Doch hier folgt nun ein großes: Aber...

Nicht-paritätische Kriegsführung

Der Cyberwar trägt zwar in sich das Potenzial, die Machtunterschiede zwischen den Parteien zu egalisieren. De facto stößt dieses Potenzial jedoch schnell an seine Grenzen. Aus zwei Gründen:
  1. "Eine der wichtigsten Ressourcen im Cyberwar sind Exploits, Sicherheitslücken in Systemen", sagt Udo Schneider. Für Exploits existieren ganze Schwarzmärkte, auf denen Hacker bislang noch unentdeckte Sicherheitslücken in Softwares und Systemen meistbietend verkaufen - denn manchmal ist es schlicht lukrativer und einfacher verdientes Geld, eine Sicherheitslücke zu verscherbeln als sie selber anzugreifen oder dem Hersteller zu melden. "Es findet ein Millionengeschäft mit solchen Zero Day Exploits statt - also unentdeckten Sicherheitslücken, bei denen die Betroffenen null Tage Zeit hatten, um sie zu schließen. Und da kommt dann die Finanzkraft der Nationen ins Spiel: Große Nationen können sich hier schlicht mehr leisten." Weltweit gelten die USA als größter Aufkäufer von Zero Day Exploits, berichtet ZDnet   - und man darf davon ausgehen, dass Nordamerika hier nicht nur so viel Geld ausgibt, um die Lücken schleunigst an die Betroffenen zu melden.

  2. Cyberwar wird außerdem auch in großen Teilen mit den Mitteln des traditionellen Krieges geführt: Um die Abläufe in einem iranischen Kernkraftwerk zu beeinflussen, kann es etwa hilfreich sein, sie vorher vor Ort mit den Mitteln klassischer Spionage auszukundschaften. Um zu verhindern, dass eine Cyberattacke schnell beseitigt wird, kann es helfen, wenn der eingesetzte IT-Profi in einen offenen Fahrstuhlschacht geschubst wird - solche unbewiesenen und nahe an der Verschwörungstheorie gebauten Geschichten kursieren zu diversen Cyberattacken. Ungeachtet des Wahrheitsgehaltes zeigen sie jedoch auf, wohin ein Cyberkrieg schnell führen kann und wie schnell es dann auf klassische Ressorucen ankommt: "Man weiß auch nie, wie die Gegenseite reagiert, sollte sie den Angreifer korrekt identifizieren", sagt Schneider. "Entdeckt ein großes Land etwa, dass es von einem kleineren virtuell angegriffen wurde, könnte als Antwort ebenso ein militärischer Gegenschlag erfolgen."
Die Zahl schwerer veröffentlichter Exploits sinkt - es ist unbewiesen, aber durchaus denkbar, dass sie zunehmend als Munition für den Cyberwar gebunkert werden.
Die Zahl schwerer veröffentlichter Exploits sinkt - es ist unbewiesen, aber durchaus denkbar, dass sie zunehmend als Munition für den Cyberwar gebunkert werden. (Grafik: HPI)

Unbegrenzbarer Schaden

Lassen sich bombardierte Infrastrukturen noch wieder aufbauen - wenn auch teuer und aufwändig - so stellt sich die Frage: Wie soll eine Türkei mit dem Diebstahl der Ausweisdaten des halben Volkes umgehen? Mal eben 50 Millionen neue Ausweise drucken? Cyberwar kann nicht nur unbemerkt Schäden verursachen, sondern auch Schäden, die mit konventionellen Mitteln kaum wieder zu reparieren sind.

Neue Sicherheitsarchitekturen

Es braucht eine neue Form von Sicherheit für das Internet der Dinge mit seinen Smart Homes, Wearables und vielleicht sogar, dank implantierbarer Computer, mit dem Endgerät Mensch. Denn es kommt zu immer mehr Sicherheitslücken, weil immer mehr Endgeräte an den ursprünglichen Systemkern angeschlossen werden: Ein Laptop mit Antiviren-Programm und Firewall ist vielleicht noch sicher. Aber was ist mit dem angeschlossenen Smart TV, dem Kühlschrank und dem Rauchmelder, die er verwaltet und steuert? "Es wird keine Antiviren-Softwares für den Kühlschrank geben", prognostiziert Dirk Kollberg. "Da werden sich andere Plattformen als Sicherheitscenter durchsetzen: Vielleicht die Betriebssysteme oder aber die Modems können künftig mehr - wie etwa dem smarten Kühlschrank zu erklären, dass er keine Mails senden darf."

Vor diesem Hintergrund bieten sich vier Szenarien für die Zukunft des Cyberwars an.

Vier Szenarien für die Zukunft des Cyberwars

Best-Case-Szenarien
Worst-Case-Szenarien
Aktiv
40%
Best-Case-Szenario

Der Krieg im Schatten

Auf Ebene der Staaten wird es eine drastische Zunahme von Attacken geben - immer mehr davon bleiben aber öffentlich oder ganz unbemerkt: Vorwiegend geht es um Cyber-Nadelstiche gegen Infrastrukturen wie AKWs, aber nicht um desaströse Kriegsführung bei der ganze Länder lahmgelegt werden - zumindest in Friedenszeiten nicht. Privat und wirtschaftlich findet ein Wettrüsten der Anbieter von Sicherheitssoftware gegen die Hacker statt. Besonders das IoT und Smart Home erfordern neue Security-Lösungen.

Aktiv
20%
Worst-Case-Szenario

Der globale Cyberwar

Ein allumfassender Krieg, bei dem jeder gegen jeden kämpfen kann wird Realität: Radikale Gruppierungen wie IS oder Al Kaida können genauso gut mal eben ein Land vom Netz nehmen wie die USA oder China dies vermögen. Es ist eine gleichberechtigte Kriegsführung im schlechtesten Sinne und das Bewusstsein totaler Angreifbarkeit schürt enorme Skepsis gegenüber allen vernetzten Geräten - ein massiver Hemmschuh für technischen Fortschritt beim IoT oder Smart Home.

Passiv
30 %
Best-Case-Szenario

Das Gleichgewicht des Terrors

Cyberwar wird der neue Atomkrieg: Sein Potenzial ist furchtbar, doch nur weil die Mittel existieren, muss ein solcher (Atom-Cyber)Krieg nicht automatisch auch ausbrechen, solange das Gleichgewicht der Abschreckung funktioniert. Es wird ein ewiges Cyber-Wettrüsten stattfinden - doch auch die konventionelle Bewaffnung erhält ihre Bedeutung, denn ein Cyberkrieg wird, wenn es hart auf hart kommt, nicht lange sauber und virtuell bleiben.

Passiv
10%
Worst-Case-Szenario

Herrschaft des Terrors

Große und mächtige Nationen werden immer die besseren Hacker, die effektiveren Trojaner und die gefährlicheren Zero-Day-Exploits in ihrer Cyberforce haben. Es kommt zu einer virtuellen Weltdominanz: Große Nationen hacken unliebsame kleinere Staaten mal eben - und unbemerkt - in Grund und Boden. Muckt eine Nation auf, wird eben die Wirtschaft sabotiert, bis sie keine Kraft mehr hat, Ärger zu machen.

Thema: Cyberwar-Szenarien: Wie der verborgene Krieg uns alle verändern wird

Kommentar von Sebastian Halm

Was Unternehmen tun müssen

Im Cyberwar verwischen die Grenzen zwischen Individuum, Wirtschaft und Staat. Kriegsführung trifft den, der Gegner des Staates ist oder der etwas hat, was man benötigt. Deshalb brauchen auch Unternehmen eine Verteidigungsstrategie.

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iBusiness-Analyst Sebastian Halm (HighText Verlag OHG)
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