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Deutsche immer offener für das vernetzte Zuhause
02.09.2020 Fast vier von zehn Verbrauchern nutzen Smart-Home-Anwendungen, davon steuert die Hälfte die Geräte per Sprachbefehl. Komfort, Sicherheit und Energieeffizienz zählen zu den häufigsten Nutzungsgründen.
"Das Zuhause der Zukunft ist smart. Dabei geht es nicht mehr nur um eine Lampe, die per App gesteuert wird, oder um einen Rasenmäher, der autonom das Gras kurz hält - es geht um die durchgängige Vernetzung der Geräte untereinander und ihre Steuerung über eine gemeinsame Plattform", sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder .
Die Offenheit der Verbraucher für Smart-Home-Lösungen ist groß. Viele können sich vorstellen, die Geräte auch in sehr persönlichen Bereichen einzusetzen:
- Fast drei Viertel (72 Prozent) würden sich freuen, wenn das Zuhause beim Aufstehen automatisch den Kaffee zubereitet.
- 48 Prozent würden sich einen Backofen anschaffen, der lernt, wie kross die Bewohner ihren Braten mögen.
- 27 Prozent würden in einem Zuhause leben, das Paketboten und Handwerker erkennt und sie automatisch einlässt, wenn niemand anwesend ist.
- Jeder Sechste (12 Prozent) könnte sich sogar vorstellen, Kinder oder ältere Menschen von einem intelligenten Zuhause betreuen zu lassen, das sie zum Beispiel unterhält, ihnen Essen zubereitet oder sicherstellt, dass sie sich nicht verletzen.
Die meist genutzten SmartHome-Anwendungen
- Intelligente Lampen und Leuchten, die von jedem vierten Bundesbürger (23 Prozent) genutzt werden.
- 15 Prozent nutzen intelligente Heizkörperthermostate, 13 Prozent verwenden smarte Steckdosen.
- Auch im Bereich Sicherheit sind digitale Technologien beliebt: So besitzen 18 Prozent der Befragten eine intelligente Alarmanlage und 16 Prozent ein intelligentes System zur Videoüberwachung.
- Auch die übrigen Bereiche von Haus und Garten werden zunehmend smart: 11 Prozent lassen ihre Rollläden automatisch öffnen und schließen, 9 Prozent besitzen einen Staubsaugerroboter, 8 Prozent smarte Gartengeräte wie autonome Rasenmäher oder digital gesteuerte Rasensprenger.
Nutzer wollen mehr Komfort, Sicherheit und Energieeffizienz
Zu den Hauptgründen für die Nutzung von Smart-Home-Anwendungen zählen mehr Komfort und Lebensqualität (72 Prozent), mehr Sicherheit (65 Prozent) sowie der Wunsch, energieeffizienter zu leben (52 Prozent).Während fast jede dritte Smart-Home-Nutzerin (28 Prozent) mithilfe der Anwendungen Geld sparen will, sagt dies bei den Männern jeder Fünfte (20 Prozent). Zugleich haben mit 13 Prozent mehr als doppelt so viele Männer Spaß daran, sich mit der Technik zu beschäftigen - bei den Frauen sagen dies lediglich 5 Prozent.
Zwar geben insgesamt nur sechs Prozent der Nutzer an, mithilfe von Smart-Home-Anwendungen länger selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden leben zu wollen, bei Nutzern jenseits der 65 sind es jedoch 38 Prozent.
60 Prozent der Menschen in Deutschland sind grundsätzlich der Ansicht, dass Smart-Home-Anwendungen die Energieeffizienz verbessern können. Zwei Drittel (66 Prozent) meinen, es sollten keine neuen Gebäude mehr gebaut werden, die nicht über eine intelligente und umweltschonende Technologie verfügen. Diejenigen Befragten, die in den kommenden 12 Monaten den Kauf von Smart-Home-Lösungen planen - unabhängig davon, ob es sich um Erst- oder Folgeanschaffungen handelt - setzen ebenfalls vor allem auf ein besseres Energiemanagement: Je 35 Prozent aus dieser Gruppe wollen Anwendungen zum smarten Heizen oder Beleuchten kaufen, dahinter folgen intelligente Verbrauchszähler (29 Prozent) und Funk-Steckdosen (23 Prozent).
Preise und Bedienung halten vom Kauf ab
Befragte, die noch keine Smart-Home-Anwendung einsetzen, äußern häufig finanzielle oder technische Bedenken: 42 Prozent halten die Geräte für zu teuer, 41 Prozent die Bedienung für zu kompliziert. Jeder Dritte fürchtet Hacker-Angriffe (34 Prozent) oder hat Angst vor Missbrauch persönlicher Daten (33 Prozent).12 Prozent haben bisher keine Smart-Home-Anwendungen, weil sie diese nicht selbst reparieren oder warten könnten. Hier entstehen laut Bitkom derzeit neue Betätigungsfelder für das qualifizierte Handwerk. Zwar hatten 6 von 10 Nutzern (59 Prozent) in den vergangenen 12 Monaten keinerlei Probleme mit ihren mit ihren Smart-Home-Technologien und nur jeder Vierte (23 Prozent) hatte seltene Ausfälle. Aber 12 Prozent berichten von gelegentlichen und 2 Prozent sogar von häufigen Schwierigkeiten beim Einsatz smarter Technologien in ihren vier Wänden. Zu den häufigsten Gründen für die Ausfälle zählen eine Störung der Internetverbindung (90 Prozent), eine Störung im Gerät (43 Prozent) oder ein Stromausfall (40 Prozent).
