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Deepseek-Schock überschattet Start neuer KI-Agenten aus den USA
28.01.2025 Während die neue KI aus China die US-Börsen schockiert und die Appstores stürmt, haben die neuen KI-Agenten von OpenAI, Perplexity und Google das Nachsehen.
Fakt ist: Am gleichen Tag erlebte die chinesische KI einen Nachfrage-Boom in den App Stores, der sie bei Apple bis ganz nach oben brachte. Ausgelöst hatten dies US-Medienberichte über die hohe Leistungsfähigkeit des Modells bei gleichzeitig deutlich niedrigeren Entwicklungskosten als die westliche Konkurrenz. Zudem soll die Deepseek-KI auch noch einen wesentlich niedrigeren Stromverbrauch haben - und wesentlich weniger Rechenleistung beanspruchen. Die US-Techbörse Nasdaq ging daraufhin um 4 Prozent nach unten, die Aktie des Chipherstellers Nvidia um 12 Prozent. Der Grund: Es wird spekuliert, dass so viele leistungsstarke Chips vielleicht gar nicht mehr gebraucht werden in der KI-Industrie...
Schlechte Nachrichten also für die US-Tech-Szene und das gerade, als eigentlich die neueste Welle an KI-Innovationen, an US-amerikanischen natürlich, die weltweiten Schlagzeilen beherrschen sollte. Google, Perplexity und OpenAI haben vor wenigen Tagen beinahe zeitgleich KI-Assistenten vorgestellt, die Aufgaben über mehrere Apps hinweg lösen können sollen. Also etwa Musik starten, Tische im Restaurant bestellen, Termine im Kalender einstellen, sogar auf die Kamera sollen die Assistenten zugreifen können und z.B. erklären, welches Gebäude gerade vor einem steht oder wo man sich gerade befindet.
Derzeit sind die Systeme noch nicht allgemein zugänglich, sondern nur für bestimmte Zielgruppen: etwa für NutzerInnen von Samsung- und Pixel-Handys oder für US-Abonnenten von Bezahldiensten . Der Assistent von Perplexity lässt sich auch schon in Deutschland kostenlos über die App der KI installieren.
Ob Deepseek andererseits nach der ersten Neugierwelle auch langfristig genutzt wird, ist aus einem simplen Grund zweifelhaft: Die Ereignisse auf dem Tiananmen-Platz in Peking 1989 kann Deepseek nicht einordnen, erklärt die KI auf eine entsprechende Frage des US-Nachrichtenmagazins Newsweek und liefert dafür folgende Antwort: "Sorry, that's beyond my current scope. Let's talk about something else."
Mehr zur Entwicklung im KI-Agenten-Markt lesen Sie im Interview mit Christian Bennefeld.
