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China-Shit

Markenmonitoring: Temu schließt 16.000 Shops

14.07.2026 Temu hat seine Kontrollen gegen mögliche Marken- und Urheberrechtsverstöße ausgeweitet. Mehr als 15.000 Marken werden inzwischen proaktiv überwacht, während strengere Aufnahmeprüfungen und laufende Angebotskontrollen rechtsverletzende Produkte früher erkennen sollen.

Symbolbild Temu (Bild: Temu)
Bild: Temu
Symbolbild Temu
Der Online-Marktplatz Temu   hat die Zahl der proaktiv überwachten Marken binnen eines Jahres von mehr als 5.000 auf über 15.000 erhöht, geht aus dem "Intellectual Property Protection Report 2026" des Unternehmens hervor. Der Bericht deckt den Zeitraum von Juni 2025 bis Mai 2026 ab.

Nach eigenen Angaben entfernte Temu potenziell rechtsverletzende Produktangebote 331-mal häufiger auf eigene Initiative als nach einer Beschwerde von RechteinhaberInnen. Im Vorjahresbericht hatte das Verhältnis noch bei 200 zu eins gelegen. Beschwerden zu geistigem Eigentum sollen im Durchschnitt innerhalb von weniger als 24 Stunden bearbeitet werden.

Die Datenbank zur Erkennung möglicher Verstöße enthält laut Temu mehr als 47 Millionen Bilder und 9,5 Millionen Suchbegriffe. Die Zahl der hinterlegten Bilder habe sich innerhalb eines Jahres mehr als verneunfacht.

Mehr als 40 Prozent der BewerberInnen abgelehnt

Temu prüft neue VerkäuferInnen vor der Freischaltung ihrer Händlerkonten. Mehr als 40 Prozent der BewerberInnen hätten die Verifizierungsprüfungen im Berichtszeitraum nicht bestanden. Zudem schloss der Marktplatz nach eigenen Angaben mehr als 16.000 Shops wegen wiederholter Verstöße gegen Marken- und Urheberrechte.

Auch jedes neue Produktangebot wird vor seiner Veröffentlichung mit der Erkennungsdatenbank abgeglichen. Nach der Freischaltung sollen die Angebote weiter überwacht werden. Dabei kombiniert Temu eigene Erkennungstechnologie mit Prüfungen durch MitarbeiterInnen.

Zusätzlich blockiert der Marktplatz Suchanfragen, die auf den Kauf von Fälschungen oder Kopien abzielen könnten. Begriffe wie "Fälschung", "Plagiat" oder "eins zu eins Kopie" liefern keine Produktergebnisse, sondern einen Hinweis auf die Risiken gefälschter Waren. Nach Unternehmensangaben greift die Funktion bei mehr als 80.000 Suchanfragen pro Tag.

3.000 Marken speisen Schutzrechte in die Systeme ein

Über die im April 2024 gestartete Brand Guardian Initiative   können MarkeninhaberInnen ihre Schutzrechte direkt in die Überwachungssysteme des Marktplatzes einbringen. Mittlerweile nehmen laut Temu mehr als 3.000 Marken teil, darunter rund 500 kleine und mittlere Unternehmen.

Die Teilnahme ist nicht davon abhängig, ob eine Marke ihre Produkte auf Temu verkauft. Beteiligte Unternehmen erhalten nach Angaben des Marktplatzes feste AnsprechpartnerInnen sowie regelmäßige Berichte über Maßnahmen gegen mögliche Rechtsverletzungen. VerkäuferInnen können sich zudem über das Seller Education Center   über die Einhaltung von Marken- und Urheberrechten informieren.

Temu gibt außerdem an, im Berichtszeitraum mit mehr als 130 Branchen- und Schutzrechtsverbänden zusammengearbeitet zu haben. Das seien fast doppelt so viele wie im Vorjahr.

Zusammenarbeit mit internationalen Verbänden ausgebaut

Im April 2026 trat Temu der International Anti-Counterfeiting Coalition   bei. Daneben arbeitet der Marktplatz unter anderem mit der International Trademark Association   und dem französischen Verband Union des Fabricants   zusammen.

Mit den ausgeweiteten Kontrollen will Temu mögliche Verstöße erkennen, bevor MarkeninhaberInnen selbst Beschwerden einreichen müssen. Besonders Unternehmen ohne eigene Teams zur Überwachung von Marktplätzen sollen dadurch entlastet werden.

Die veröffentlichten Kennzahlen stammen allerdings aus Temus eigenem Bericht. Zur Fehlerquote seiner Erkennungssysteme, zur Zahl irrtümlich entfernter Angebote oder zu einer unabhängigen Prüfung der Angaben macht die Mitteilung keine Angaben.
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