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Frankreich

Shein-Sperre: Plattform bleibt unter Beobachtung

11.11.2025 Die französische Regierung verzichtet vorerst auf eine Sperre der Billig-Plattform Shein. Nach Entfernung illegaler Produkte bleibt die Seite online - doch Ermittlungen und Verfahren gegen den Händler laufen weiter.

 (Bild: ChatGPT/Sebastian Halm)
Bild: ChatGPT/Sebastian Halm
Der chinesische Fast-Fashion-Anbieter Shein   darf in Frankreich vorerst weiter online bleiben. Wie das französische Wirtschaftsministerium   mitteilt, habe Shein alle Produkte entfernt, die gegen französisches Recht verstoßen. Damit reagierte die Plattform auf ein Verfahren, das die Behörden wegen des Verkaufs illegaler Artikel - darunter Sexpuppen, Stichwaffen und Medikamente - eingeleitet hatten.

Die französische Wettbewerbs-, Verbraucherschutz- und Anti-Betrugs-Behörde (DGCCRF) bestätigte, dass diese Produkte mittlerweile nicht mehr angeboten werden. Dennoch stehe Shein weiterhin "unter strenger Beobachtung der staatlichen Behörden".

Ermittlungen und Gerichtsverfahren laufen weiter

Trotz des Rückzugs der Sperrforderung sind die juristischen Verfahren gegen das Unternehmen nicht abgeschlossen. Neben einem Gerichtsverfahren in Paris laufen vier Ermittlungen wegen des Verkaufs von Puppen mit kinderpornografischem Charakter. Außerdem hat der französische Zoll Hunderttausende Shein-Pakete beschlagnahmt, die nun überprüft werden.

Auf EU-Ebene drängt Frankreich die Europäische Kommission   auf ein koordiniertes Vorgehen gegen rechtswidrige Inhalte auf internationalen E-Commerce-Plattformen.

Weitere Plattformen geraten ins Visier

Nach Angaben der französischen Regierung sollen auch andere Online-Marktplätze überprüft werden, auf denen illegale Produkte entdeckt wurden. Premierminister Sébastien Lecornu forderte eine neue Lagebeurteilung innerhalb der kommenden Woche.
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