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Work-Life-Balance rückt durch Corona in den Mittelpunkt

29.12.2021 Mehr Beschäftigte möchten 2022 ihren Arbeitsplatz wechseln; insbesondere bei weiblichen Führungskräften sinkt die Tendenz zum Bleiben um elf Prozentpunkte

 (Bild: Pixabay / Tumisu)
Bild: Pixabay / Tumisu
Der Experience Management-Anbieter Qualtrics hat seinen dritten jährlichen Bericht zu den Employee-Experience-Trends 2022 Relation Browser veröffentlicht. Für die Studie wurden 14.000 vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer aus 27 Ländern befragt. Die Employee Experience der Arbeitnehmer hat sich nach fast zwei Jahren Pandemie verändert.

Welche Faktoren für sie eine immer größere Rolle spielen und wie Unternehmen 2022 für ihre Mitarbeiter bessere Arbeitsbedingungen schaffen können:

  • Mitarbeiterschwund: Nur 65 Prozent der Angestellten wollen dem aktuellen Arbeitgeber treu bleiben. Vor allem weibliche Führungskräfte werden abwandern.
  • Bessere hybride Arbeitsplatzmodelle: Lediglich 24 Prozent der Beschäftigten, die nicht über produktivitätsfördernde Technologie verfügen, sind engagiert.
  • Verbesserungsbedarf: Nur 70 Prozent der Arbeitnehmer sind der Ansicht, dass sich ihr Unternehmen in puncto Diversität, Gleichberechtigung, Inklusion und Zugehörigkeit genügend einsetzt.
  • Verzicht auf Krankschreibung: 29 Prozent der Mitarbeiter gehen trotz Krankheit zur Arbeit.

Kündigungswelle hält an

Die Qualtrics-Studie zeigt, dass die Kündigungswelle sich auch im Jahr 2022 fortsetzen wird. Nur 65 Prozent der Beschäftigten beabsichtigen, dem aktuellen Arbeitgeber die Treue zu halten. 2021 waren es noch 70 Prozent der Arbeitnehmer.

Von allen Beschäftigtengruppen werden sich Angestellte aus dem mittleren Management am schnellsten verabschieden: Hier möchten nur 69 Prozent bleiben, wobei dieser Anteil im letzten Jahr noch 83 Prozent betrug. Besonders bei den weiblichen Führungskräften ist die Wahrscheinlichkeit zu bleiben von 75 Prozent im Jahr 2021 zu 64 Prozent im Jahr 2022 gesunken.

Mitarbeiter erwarten bessere hybride Arbeitsplatzmodelle

Der Trend zu hybriden Arbeitsmodellen hält an. Wer hier punkten will, muss seinen Mitarbeitern eine erstklassige digitale Employee Experience bieten, die sowohl eine Zusammenarbeit vor Ort als auch digital - unabhängig vom Ort - ermöglicht. Denn mehr als jeder dritte Beschäftigte (35 Prozent) meinte, dass er sich nach einem neuen Arbeitsplatz umsehen würde, wenn er wieder Vollzeit ins Büro gehen müsste. Doch nur 30 Prozent der Befragten gaben an, dass die technischen Mittel ihres Unternehmens ihre Erwartungen übertreffen, lediglich 23 Prozent waren der Meinung, die Arbeitsbedingungen im Büro seien besser als erwartet.

Ganze 91 Prozent der Angestellten, die im Büro über die richtigen technischen Mittel verfügen, sind auch engagiert; 93 Prozent würden ihr Unternehmen sogar weiterempfehlen. Hingegen zeigen nur 24 Prozent der Beschäftigten Engagement, die an ihrem Arbeitsplatz nicht technisch ausgestattet sind; lediglich 16 Prozent würden die Firma weiterempfehlen.

Die Umstellung auf Homeoffice oder Wechselmodelle sorgten dafür, dass die natürlichen Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit verschwammen. Das ging so weit, dass sich mehr als ein Viertel der Mitarbeiter (29 Prozent) nicht immer krankmeldeten, selbst wenn sie eigentlich nicht fit genug waren. Von diesen Beschäftigten nannten zwei von drei (61 Prozent) die Arbeitsbelastung als Grund.

(AutorIn: Dominik Grollmann )

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