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Bitcoin: Wertvoll wie nie - doch die Skepsis überwiegt

18.12.2020 Nur die Wenigsten haben bereits Erfahrungen mit Kryptowährungen - aber jeder Fünfte ist interessiert. Vor allem Jüngere halten Bitcoin & Co. für eine sichere Alternative zum etablierten Geldsystem.

 (Bild: vjkombajn / pixaby.com)
Bild: vjkombajn / pixaby.com
Wer Anfang des Jahres die Kryptowährung Bitcoin gekauft hat, kann sich heute angesichts eines neuen Allzeithochs von mehr als 20.000 US-Dollar je Bitcoin über ordentliche Gewinne freuen - und gehört damit zu einer kleinen Minderheit. Denn gerade einmal zwei Prozent der über 16-Jährigen in Deutschland haben bislang in Bitcoin oder andere Kryptowährungen investiert.

Rund jeder Fünfte (18 Prozent) kann sich zumindest vorstellen, das in Zukunft zu tun. Der große Rest möchte aber auch weiterhin einen Bogen um Bitcoin, Ether, Ripple & Co. machen. Und das obwohl inzwischen drei Viertel (76 Prozent) davon gehört oder gelesen haben. Vor einem Jahr lag der Anteil mit 68 Prozent noch deutlich darunter. Das ist das Ergebnis einer telefonischen Befragung von 1.004 Personen ab 16 Jahren in Deutschland im Auftrag des Digitalverbands Bitkom zur Homepage dieses Unternehmens Relation Browser .

"Kryptowährungen wie Bitcoin sind gerade dabei, ihr Nischendasein im Finanzwesen zu verlassen. Das zeigt sich etwa daran, dass große Zahlungsdienstleister Kryptowährungen integrieren oder Unternehmen Bitcoin als Kapitelreserve anlegen", sagt Patrick Hansen 'Patrick Hansen' in Expertenprofilen nachschlagen , Bereichsleiter Blockchain beim Bitkom. "Bitcoin wird inzwischen weniger als Zahlungsmittel gesehen, sondern vor allem als alternatives Anlageinvestment wie Gold betrachtet. Andere Kryptowährungen haben einen anderen Fokus, etwa auf Bezahlvorgänge zwischen Maschinen im Internet of Things. Kryptowährungen ersetzen klassisches Geld nicht, sie ergänzen es."

Die zunehmende Akzeptanz von Kryptowährungen in der Wirtschaft und Initiativen wie Libra, mit der eine weltweite und wertstabilere Kryptowährung etabliert werden soll, haben zudem zu zahlreichen Initiativen nationaler Notenbanken und der Europäischen Zentralbank (EZB) geführt, die intensiv über die Einführung eines digitalen Zentralbankgeldes nachdenken.

Die Mehrheit der Bundesbürger steht Bitcoin und anderen Kryptowährungen indes noch skeptisch gegenüber. Zwei Drittel (66 Prozent) halten sie für zu kompliziert, fast ebenso viele (65 Prozent) sind der Meinung, sie eignen sich nur für Spekulanten, die auf einen schnellen Kursgewinn aus sind. Allerdings sagen auch 3 von 10 (30 Prozent), dass Kryptowährungen eine sichere Alternative zum etablierten Geldsystem sind. Unter den Jüngeren zwischen 16 und 29 Jahren sind es sogar 43 Prozent. Und rund jeder vierte Befragte (28 Prozent) meint zudem, Kryptowährungen seien als langfristige Geldanlage geeignet.

(Autor: Dominik Grollmann )

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