Deutsche bereit, mehr Geld für den Versand auszugeben

17.01.2023 Jahrelang haben sich KonsumentInnen an kostenlose Lieferungen gewöhnt. Doch aufgrund gestiegener Kosten entscheiden sich viele Online-Retailer, für den Versand Gebühren zu erheben bzw. die Lieferkosten anzuheben. Obwohl hohe Versandkosten für die Mehrheit der deutschen Online-KäuferInnen (60 Prozent) ein Grund sind, bei einem anderen Händler zu kaufen, wächst ihre Bereitschaft, mehr für den Versand zu zahlen.

 (Bild: Deutsche Post DHL)
Bild: Deutsche Post DHL
Während die Deutschen 2021 für Bestellungen im Wert von 50 Euro bereit waren, bis zu 4,10 Euro für Lieferungen zu zahlen, ist die Zahl im vergangenen Jahr - laut einer neuen Umfrage von Sendcloud zur Homepage dieses Unternehmens Relation Browser unter 1.000 deutschen VerbraucherInnen - auf 5,30 Euro gestiegen. Zwei Drittel (66 Prozent) der KäuferInnen rechnen damit, dass Versandgebühren in diesem Jahr aufgrund der Inflation in Folge der Wirtschaftslage weiter steigen werden. Wie viel die VerbraucherInnen bereit sind, für eine Lieferung zu zahlen, richtet sich nach dem Warenwert ihrer Bestellung. Für eine Bestellung im Wert von 15 Euro sind die deutschen KäuferInnen bereit, 4,60 Euro zu zahlen, für eine Bestellung im Wert von 150 Euro sogar 6,90 Euro. Damit liegen die Deutschen über dem europäischen Durchschnitt von 4,30 Euro bzw. 6,20 Euro.

Gratisversand ist beliebt aber das Kostenbewusstsein gewachsen

Während die Bereitschaft steigt, für Lieferungen zu zahlen, bleibt der Gratisversand so beliebt wie eh und je. Etwa zwei von drei (61 Prozent) deutschen KäuferInnen wären bereit, ein zusätzliches Produkt zu bestellen, um kostenfreien Versand zu erhalten. Zudem ist Gratisversand beliebter als schneller Versand: 4 von 5 Verbrauchern (79 Prozent) würden eine kostenlose einer schnellen Lieferung vorziehen, während nur ein Fünftel (20 Prozent) eine zügige Zustellung bevorzugt. Auch bei der Wahl zwischen verschiedenen Versandoptionen (wie beispielsweise Zustellung an einem bestimmten Tag) oder einem speziellen Speditionsunternehmen hat die versandkostenfreie Sendung die Nase vorn.

Während "kostenlos" nach wie vor ein wichtiges Schlagwort ist, wenn es um den Versand geht, sind sich die KonsumentInnen zunehmend auch ökologischer Folgen des Online-Handels und des Versands bewusst. Ganze 40 Prozent der VerbraucherInnen sind der Ansicht, dass ein nicht-nachhaltiger Versand teurer sein sollte. Gleichzeitig urteilt die Mehrheit (61 Prozent), dass die Versandkosten niedriger sein sollten, wenn man bereit ist, länger auf die Bestellung zu warten.
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