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Studie: Versehentliche Klicks auf Mobil-Werbung sind ein Mythos
21.11.2013 Der Wurstfinger-Effekt bei mobiler Werbung ist ein Mythos: Dies haben Inskin Media und Webtrekk in einer Analyse über das Tablet- und Desktop-Benutzerverhalten herausgefunden. Laut den Studienergebnissen sind für die hohen Tablet-Klickraten (CTRs) auf Bannerwerbung nicht versehentliche Klicks verantwortlich, sondern tatsächliches Interesse an der Anzeige.
Die Tablet-CTRs sollen, wie Adfonic festgestellt hat, 2,5 mal höher sein als Desktop-CTRs. Für diese hohen Tablet-Klickraten wurden unpassende Werbeformate verantwortlich gemacht, die versehentliche Klicks produzieren, wenn Nutzer zum Beispiel eine Seite nach unten scrollen wollen. Das müsste bedeuten, dass weiter unten auf einer Seite mehr Klicks auf Werbung stattfinden - und dass es bei längeren Seiten, die häufigeres Scollen erfordern, überproportional viele Klicks gäbe. Vor allem würde die Kluft zwischen Tablet- und Desktop-CTRs bei längeren Seiten stark auseinander gehen.
Die Daten der Studie zeigen jedoch eine gleichmäßige Verteilung der Tablet-Klicks über sämtliche Seitenlängen. Daraus schließen die Studienautoren, dass die zahlreichen Tablet-Klicks auf Werbung kein Zufall sind, sondern echtes Interesse an der Marke repräsentieren.
Tablet-Werbung wird vor allem morgens, abends und am Wochenende geklickt
Die Analyse bestätigt darüber hinaus bestehende Erkenntnisse der Branche hinsichtlich der Tageszeit, zu der Benutzer Inhalte auf verschiedenen Geräten konsumieren. So erreicht die Tablet-Aktivität sowohl am frühen Morgen von 7 bis 9 Uhr als auch am Abend zwischen 18 und 23 Uhr einen Höchststand. Im Gegensatz dazu erreicht die Desktop-Aktivität während der Arbeitszeit von 9 bis 17 Uhr ihren Höhepunkt, mit zusätzlichen Spitzenwerten zur Mittagszeit und kurz vor Ende des Arbeitstages.
Tablet-Nutzer schauen länger Werbung
Tageszeit und Gerät haben ebenso Auswirkungen auf die Interaktion zwischen Verbrauchern und Werbung. Benutzer wenden für Tablet-Werbung im Durchschnitt 14 Prozent mehr Zeit auf. Diese Daten stützen die Theorie, dass Tablet-Nutzer, die abends zu Hause im Web surfen, mehr Muße haben und das Internet daher aktiver erkunden als während des Tages. Außerdem ist bei Tablet-Nutzern ein besonderes Interesse an Nachrichten, Technologie und Business-/Finanzinformationen erkennbar.
Die Beziehung zwischen Feierabend-Surfen und längeren Verweilzeiten bei Tablets deutet darauf hin, dass der Konsum bei Tablet-PCs in einer entspannten aber fokussierten Umgebung stattfindet - ein guter Moment, um Kampagnenbotschaften zu senden.

